Estilizadas

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 Betreff des Beitrags: Ohne Worte
BeitragVerfasst: Mi 6. Apr 2022, 20:42 
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:Zorn 8 Jahre lang hat es die EU und die USA nicht interessiert
was in der Ukraine los war und was die Menschen dort erdulden mussten
im Gegenteil sie haben das noch finanziert
wenn nicht noch Schlimmeres und damit meine ich angezettelt und geschürt :Zorn

HEUCHLER verlogene...das seid ihr und nichts anderes

Ihr Mördergesindel :Zorn

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Worte
BeitragVerfasst: Do 21. Apr 2022, 20:24 
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Die staatlich gelenkte Gesellschaft als Maschine

Wir erleben gegenwärtig in der Corona-Krise, wie der alles Leben der Menschen umfassende und reglementierende Staat diese immer mehr ihrer freiheitlichen Grundrechte beraubt und sie zu bloßen Funktionsträgern einer gesellschaftlichen Maschine erniedrigt, ohne relevanten eigenen Willen. Da alles menschliche Handeln aus inneren Vorstellungen und Motiven hervorgeht, müssen die Ursachen für diese totalitäre Entwicklung auch im Inneren des Menschen gesucht werden. Dabei zeigt sich die überraschende Tatsache, dass gerade in den Vorstellungen der naturwissenschaftlichen Medizin über den Menschen, aus denen die Corona-Hype hervorgeht, die Ursachen der entmenschlichenden gesellschaftlichen Strukturen zu finden sind.

Kein Geringerer als der weithin bekannte Psychoneuroimmunologe Prof. Christian Schubert von der Medizinischen Universität Innsbruck machte in einem Interview mit dem Multipolar-Magazin am 6. März 2022 1 auf diesen Zusammenhang aufmerksam. Selbst in der Schulmedizin gründlich ausgebildet, kritisierte er scharf ihre grundlegenden erkenntnistheoretischen Irrtümer. Durch eine willkürliche Erkenntnisverengung betrachte und behandle sie den menschlichen Körper praktisch wie eine Maschine, und der eigentliche seelisch-geistige Mensch, der mit dem materiellen Körper verbunden ist, bleibe außen vor, werde überhaupt nicht berücksichtigt. Die Behandlung des Menschen als eine rein stoffliche Maschine führe aber auch zu einer Gesellschaft, die wie eine Maschine funktioniere.

Bedingungen maschineller Lenkung

Mit der „Maschine Mensch“ habe ich mich in einem vorigen Artikel 2 bereits gründlich befasst.
Hier nun möchte ich die weiteren Ausführungen Prof. Schuberts betrachten, die sich auf die Folgen dieser „Maschinen-Medizin“ für die Gestaltung der Gesellschaft beziehen, wie sie gerade in der gegenwärtigen Corona-Krise sichtbar geworden sind.

Prof. Schubert führte aus, dass es in der Psychiatrie als Problem neben dem sexuellen und dem körperlichen Missbrauch die Form des „emotionalen Missbrauchs“ gebe. Dieser werde in der Corona-Krise von Medizin, Regierung und Medien, einem „Trio Infernale“, angewendet, „indem Menschen offensichtlich bewusst in Angst und Panik versetzt werden und bei ihnen innerhalb der letzten zwei Jahre chronischer Stress verursacht wurde. Und das hört nicht auf. Es ist von Beginn an immer wieder bis heute ein bestimmtes Narrativ bedient worden, das Narrativ: Es gibt ein Killervirus, Ihr müsst davor Angst haben und könnt die Gefahr nur beseitigen, wenn Ihr Euch impfen lasst. Diese drei Aspekte ´Killer-Virus, Angst und Impfung` hängen direkt miteinander zusammen und prägen das Narrativ der COVID-19-Krise.“

Damit sei gezielt eine Massenpsychose bei den Menschen erzeugt, diese traumatisiert und missbraucht, also von außen gesteuert worden. Man müsse sich aber auch fragen: „Wie kann es passieren, dass eine so große Masse von Menschen wie gleichgeschaltet in eine Richtung geht und selbst die schlimmsten Folgen für ihre Gesundheit – wo es auch um die Einschränkung der Lebenserwartung geht, um langfristige Kollateralschäden, auch durch die Impfung gegen Covid –, offensichtlich kritiklos annimmt?“
Dazu müsse man sehen, dass sich ein großer Teil unserer Gesellschaft schon seit Jahrzehnten in einem Prozess der Entfremdung befinde, aufgrund von spätkapitalistischen und neoliberalen Entwicklungen in der Gesellschaft, von Werten, die wenig mit Menschsein und Leben zu tun haben, sondern mit Leistung, Geld und Wirtschaftswachstum. Das alles seien Entwicklungen, die letzten Endes eine kranke Gesellschaft und damit auch kranke Menschen erzeugten.

Seit Jahrzehnten könne man die Zunahme von sozialer Isolation beobachten, die eine Grundbedingung sei für die nun bei Covid-19 auftretende Massenpsychose. Die Menschen hätten schon lange vielfach wenig Kontakt untereinander. Sie lebten häufig isoliert, hätten kaum Freunde, Familien zerbrächen immer öfter. Großfamilien gebe es weniger oder gar nicht mehr.
Außerdem sei eine weitere Bedingung die Bedeutungslosigkeit, die Wertlosigkeit, Sinnlosigkeit in unserer Gesellschaft. Viele schleppten sich nur in ihren Job, sähen in ihren beruflichen Tätigkeiten keinen Sinn mehr. Michel Foucault habe es klar formuliert: „Unsere Gesellschaft ist wie eine Maschine, ein Wachstumsmotor. Wir müssen diesen Wachstumsmotor am Laufen halten, sonst kommt es zur Katastrophe.“ Also es gehe um die Maschine Gesellschaft, die Maschine Mensch.

„Da sind wir wieder bei der Maschinen-Medizin oder Maschinen-Ideologie unserer Kultur. Da erzähle ich auch nichts Neues. Das heißt, Sinn und Bedeutungslosigkeit, Menschlichkeit fehlen. Beziehung fehlt. Es vermischen sich soziale Isolation und Bedeutungslosigkeit. Jeder, der ein liebender Elternteil ist, weiß um Beziehung und Bedeutung, dass das eins ist und einen sowohl gesund halten kann als auch krankmachen kann. Also Soziales als Lebenselixier, Bedeutungselixir.“

Und aus sozialer Isolation und Bedeutungslosigkeit nun entwickelten sich diffuse Ängste. „Wir wissen aus vielen Studien, dass in den letzten Jahrzehnten Angst-Erkrankungen massiv gestiegen sind. Mit Angst ist sehr häufig auch die Depressivität vergesellschaftet. Also wir hatten es bereits vor Covid-19 mit einer gefährlichen Zunahme der psychischen Erkrankungen in der Gesellschaft zu tun. Jeder Fünfte hat mittlerweile eine Angst-Erkrankung. Da sind wir schon bei einem hohen Prozentsatz. Dann geht es nicht nur um die Angst, sondern wir haben als weitere Bedingung für die gegenwärtige Covid-19-Massenpsychose auch Frust und Aggression.“

Maschine Mensch – Maschine Gesellschaft

Wir sehen, Prof. Schubert weist auf einen engen Zusammenhang hin zwischen der Vorstellung des Menschen als Maschine in der Medizin und der Gestaltung des gesellschaftlich-staatlichen Lebens als Maschine. Der Mensch als eine subjektive Maschine findet sich auch in der Gesellschaft als jemand wieder, der seelenlos behandelt wird, insbesondere auch in der Wirtschaft, und dies führt zur Gestaltung des gesellschaftlich-staatlichen Lebens insgesamt als Maschine, in welcher der Mensch nur die Rolle eines funktionierenden Teiles zu spielen hat. Das zentrale Steuerungselement der gesellschaftlichen Maschine ist der „emotionale Missbrauch“ von Angst und Panik durch Staat und Medien, die das geistige Ich des Menschen lähmen, per Massenpsychose in eine irreale Welt versetzen und für die zentralen Anordnungen gefügig machen.

Die materialistische Schulmedizin hält das Seelisch-Geistige des Menschen von der Betrachtung und Behandlung des physischen Körpers – in völlig unwissenschaftlicher, dogmatischer Weise – völlig getrennt, als habe es mit ihm – sofern es überhaupt noch als eigene Realität anerkannt wird – nichts zu tun. Das Seelisch-Geistige ist aber der eigentliche Mensch, der sich in seinem physischen Leibe lediglich einen materiellen Ausdruck, ein Kleid schafft, in dem er auf Erden leben und wirken kann. Der Körper, isoliert für sich betrachtet, kann aus materialistischer Ideologie heraus nur als Maschine aufgefasst werden. Diesem Zellhaufen kommt aber keine personelle Identität, keine autonome Individualität zu, die ihr Leben aus eigener Erkenntnis selbstbestimmt gestalten kann.

Damit ist aber schon jeder demokratischen Gesellschaftsform, die auf dem freien, sich selbst bestimmenden Bürger aufbaut, die innere Grundlage entzogen. Die Demokratie hat sich in der europäischen Geistesgeschichte nicht als das Streben eines „maschinellen“ Körpers, sondern des menschlichen Geistes nach Freiheit und Selbstbestimmung herausgebildet. Die freiheitlichen Grundrechte des Grundgesetzes sind Rechte des menschlichen Geistes, die er bereits in seiner embryonalen Lage im Gepäck hat. Die Würde des Menschen, von der alle anderen Grundrechte letztlich abgeleitet sind, ist nicht die Würde der Materie, sondern die Würde des geistigen Wesens Mensch, der sich aus eigener Erkenntnis selbst bestimmen kann, eine Würde, an der auch der Körper als sein Instrument im Recht auf körperliche Unversehrtheit Teil hat.

In der Auffassung des menschlichen Körpers als Maschine hat das Seelisch-Geistige, der eigentliche Mensch und Träger einer freiheitlichen Lebensform, keinen Platz. Maschine ist der Inbegriff gesetzmäßiger, notwendiger Abläufe, die von außen gesetzt werden. Ein Zusammenwirken von menschlichen Maschinen kann folglich auch nur zu einer großen gesellschaftlichen Maschine führen, in die sie zusammengeführt und nach notwendigen Gesetzen von außen gesteuert werden. Die materialistische Auffassung des Menschen zerstört die Demokratie von innen. Materialismus mündet notwendig in den gesellschaftlichen Totalitarismus.

Und er führt den Menschen innerlich in die seelische Lehre, in das Gefühl der Sinnlosigkeit des Lebens, da ja rein materielle Prozesse als solche nicht sinnvoll über sich hinausweisen. Sie können Sinn und Bedeutung nur aus dem Geiste erhalten, dem der Mensch wesenhaft angehört. Dieser aber wird negiert. Und so kann es gar nicht anders sein, dass Menschlichkeit, sofern sie noch traditionell lebt, immer mehr auf dem Rückzug ist, menschliche Beziehungen verarmen und Isolation, Angst und Depression sich ausbreiten. Der Materialismus macht den Menschen von innen krank, er ist die zentral zerstörerische Psychopathologie seiner Existenz. Und er treibt gesellschaftlich die Soziopathologie des Totalitarismus hervor, der den Menschen von außen außer Kraft setzt und seine innere Zerstörung verstärkt.

Der Mechanismus der Corona-Krise

Die Corona-Krise hat die Zusammenhänge exemplarisch an die Oberfläche gebracht. Von einer extrem materialistischen Wissenschaftsrichtung wird in Zusammenarbeit mit der Führung des Staates propagiert, ein quasi nicht wahrnehmbares Virus dringe von außen in die Menschen, also die menschlichen Maschinen, ein und löse gleichsam automatisch eine schwere Krankheit, einen großen Schaden aus. Von jedem Menschen könne ein Virus auf jeden anderen überspringen und ihn so anstecken. Unter Übertragung monokausalen Denkens aus der anorganischen Natur, wo es berechtigt ist, auf den menschlichen Organismus wird ein Ursache-Wirkung-Mechanismus behauptet, der die ganze Gesellschaft erfasst.

Da in jedem Menschen ein potentieller Virus-Träger gesehen wird, muss jeder vor jedem geschützt werden. Dies erfordert eine zentrale Außensteuerung aller Menschen, indem ihr Verhalten durch Maßnahmen geregelt werden muss: Verpflichtung zum Abstandhalten und Maskentragen, Einschränkungen bzw. Verbote von Versammlungen, Veranstaltungen und Schließungen von Lokalen und Geschäften, Isolation nicht nur von Erkrankten, sondern von „nachgewiesenen“ Virus-Trägern, die bereits als „Infizierte“, also Quasikranke bezeichnet werden.
Die einzige Rettung wird schließlich in der Impfung aller mit einem schnell entwickelten Medikament gesehen, welche mechanisch das Virus als Ursache ausschalten soll, wozu propagandistisch ein wachsender gesellschaftlicher Druck bis zur Impfplicht aufgebaut und damit jede Bestimmung des Menschen über sich selbst beseitigt wird.

Jede individuelle Willensentscheidung des einzelnen Menschen wird systematisch ausgeschlossen, die menschliche Individualität als gesellschaftlich relevante Instanz aufgehoben. Sie ist nur noch Teil einer Masse, die gemeinsam von außen gesteuert wird. Die Mechanik der Krankheitsentstehung und Ansteckung in einem als Maschine vorgestellten menschlichen Körper ergreift konsequent die gesamte Gesellschaft, die als große Maschine Verhalten und Handeln der Menschen unisono reglementiert und automatisiert.
Menschliche Beziehungen und Kontakte werden eingeschränkt, Isolation und Vereinsamung nehmen zu. Das Gefühl der Sinn- und Aussichtslosigkeit führt zu Depressionen, verschlimmert andere Krankheiten und lässt sogar Jugendliche zunehmend den letzten vermeintlichen Ausweg im Suizid suchen.

Die Ideologie des Materialismus wird hier in ihrer zersetzenden und zerstörerischen Wirkung in Medizin und Gesellschaft offenbar. Der Ausgang liegt in der materialistischen Schulmedizin, die sich, wie Prof. Schubert in dem Interview konstatierte, „in der Covid-Krise in ihrer menschenentfremdeten Form sehr offenbart und sich damit auch selbst an die Wand geknallt (hat).“

Es ist ja im Grunde erstaunlich, wie die freiheitlich demokratischen Grundrechte des aus den Erfahrungen des Totalitarismus geborenen Grundgesetzes von Politik und Justiz in kürzester Zeit über Bord geworfen und totalitäre Verhältnisse geschaffen und rechtlich sanktioniert wurden. Dies zeigt, dass die Vorstellung vom Menschen als eines sich selbst bestimmenden geistigen Wesens bei diesen „Eliten“ nur eine äußerliche, oberflächliche Theorie gewesen ist, die von der tiefer und wirksamer im Gefühl verankerten materialistischen Auffassung vom Menschen als rein stoffliche Maschine rasch über Bord geworfen werden konnte.

Der Obrigkeitsstaat

Diese verheerende Entwicklung konnte nur durch die Macht des Staates durchgesetzt werden, der noch immer als Obrigkeitsstaat der freien selbstbestimmten Individualität übergeordnet ist und die Möglichkeit hat, sie in allen Lebensbereichen per Gesetz von außen zu steuern. Und dieser Staat wird von wirtschaftlich-politischen Interessengruppen beherrscht, die, als privilegierte Parteien organisiert, die Gewaltenteilung aufgehoben haben, indem die jeweils herrschende Partei alle drei Gewalten gleichzeitig personell bestimmt.

Das gesamte Gesundheitswesen ist der staatlichen Verwaltung eingegliedert und untergeordnet. Das bedeutet, dass dort tätige Mediziner nicht ausschließlich ihrer freien Erkenntnis der Wahrheit verpflichtet sind, sondern letztlich politisch-tangierten Anordnungen ihrer staatlichen Vorgesetzten folgen müssen, die ebenso für alle praktisch tätigen Ärzte gelten.
Aber schon die Ausbildung der Mediziner unterliegt der staatlichen Bevormundung. Sie müssen an staatlich organisierten und finanzierten Hochschulen bei vom Staat ausgewählten, eingestellten und finanziell abhängigen Professoren studieren. Auf diese Weise wird bereits eine ganz bestimmte medizinische Richtung, nämlich die materialistisch-naturwissenschaftliche favorisiert und für allein maßgebend erklärt, die deshalb anmaßend auch als „Schulmedizin“ bezeichnet wird, womit alle anderen als minderwertige Randerscheinungen von zweifelhaften Minderheiten abgewertet werden.

Dabei spielen starke Interessen der Wirtschaft eine große Rolle, die vornehmlich über die Parteien in die staatlichen Organisationen einfließen. Denn die ungeheuren Profite der Pharma-Industrie beruhen überwiegend auf Produkten im Sinne der materialistischen Medizin. So besteht eine starke Verflechtung von Wirtschaft, Staat und Medizin, eine Verflechtung, die sich zu einem undurchdringlichen korrupten Gestrüpp ausgewachsen hat.3
Real durchgesetzt können alle Interessen nur durch die staatliche Gesetzes- und Verordnungs-Macht werden, weshalb sich zusätzlich um den Flaschenhals der Parlamente die Fliegenschwärme der Lobbyisten versammeln, um noch bis ins Detail Einfluss zu nehmen.

Was nottut

Es ist offensichtlich, dass dieses manipulative Geflecht von Staat, Medizin und Wirtschaft dringend aufgelöst werden muss. Dies kann nur dadurch geschehen, dass als erstes das Gesundheitswesen und die medizinische Wissenschaft, ja die gesamte Wissenschaft und Bildung aus dem Staat herausgelöst und als eigenständige, vom Staat unabhängige Organisation der eigenen Selbstverwaltung übergeben werden. Wissenschaftler, praktisch tätige Ärzte und Lehrer aller Schulstufen dürfen nur ihren eigenen Wahrheitserkenntnissen und nicht direkt oder indirekt staatlichen Normen und wirtschaftlichen Interessen verpflichtet sein. Dies ist nur in einer von Staat und Wirtschaft unabhängigen Organisation eines in sich selbst gegründeten, freien Geisteslebens möglich, in der alles auf die selbst erkennende, schöpferische Individualität gegründet ist, die ihre Tätigkeit mit anderen koordiniert.

In einem solchen freien Geistesleben stünden die verschiedensten Wissenschaftsansätze in einem freien Wettbewerb miteinander, in dem keine obrigkeitliche Instanz, sondern allein ihre wissenschaftliche Qualität und ihre praktische Fruchtbarkeit über ihre Gültigkeit entscheidet. Da würde sich schnell herausstellen, ob eine rein auf die Materie reduzierte Wissenschafts-Ideologie mit ihren entmenschlichenden, zerstörerischen Auswirkungen für Mensch und Gesellschaft ohne Schutz, Förderung und Absicherung durch die staatliche Macht weiter als maßgebende „Schulmedizin“ gelten könnte.

hwludwig
https://fassadenkratzer.wordpress.com/2 ... -maschine/

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Worte
BeitragVerfasst: Mo 25. Apr 2022, 12:24 
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:kotz

Die internationalen IT-Giganten haben eine neue Goldgrube entdeckt: den Gesundheitssektor. Sie stellen medizinische Diagnosen, verkaufen Krankenversicherungen und dank massenhafter Auswertung persönlicher Daten wollen Google & Co künftig Krankheiten heilen oder sogar verhindern. Gleichzeitig stehen die öffentlichen Gesundheitssysteme vor dem Kollaps ...

Die Stiftung von Mark Zuckerberg will bis zum Ende des Jahrhunderts „alle Krankheiten ausrotten“. Der Chef von Apple behauptet, Apples wichtigster Beitrag für die Menschheit werde die Gesundheit sein. Den Fortschrittsdenkern aus dem Silicon Valley stehen zwar schier grenzenlose finanzielle Mittel zur Verfügung. Doch kann die Technologie in Zukunft wirklich den Arzt ersetzen? Wie verändert die Auswertung medizinischer Daten mit Hilfe künstlicher Intelligenz die Medizin? Und was für Auswirkungen hat die digitale Medizin auf die Rolle der Ärzte?
Auch wenn die meisten Patienten noch nicht direkt mit der neuen medizinischen Offensive konfrontiert wurden, haben sich die Unternehmen bereits genau darauf verständigt, wer welche Rolle auf dem Gesundheitsmarkt spielen soll. So heuert Google schon seit vielen Jahren Ärzte und Forscher an, um eine künstliche Intelligenz zu entwickeln, die mit den führenden Experten mithalten kann. Das Unternehmen baut auch auf seine Cloud, um „Win-win“-Partnerschaften mit großen Krankenhäusern einzugehen. Amazon dagegen hat vor kurzem eine Online-Apotheke eröffnet und nutzt die Möglichkeiten der Telemedizin durch Amazon Care – ein Programm, das die Versicherungsbranche revolutionieren soll.
Während die öffentlichen Gesundheitssysteme vor dem Kollaps stehen, versuchen die Big-Tech-Unternehmen, Hoffnung auf eine moderne Gesundheitsversorgung für alle zu wecken. Gleichzeitig erobern die allwissenden Datenkraken damit einen gigantischen Markt. Dürfen wir ihnen bedenkenlos unsere Gesundheit anvertrauen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Worte
BeitragVerfasst: Mo 2. Mai 2022, 22:45 
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Wurde nun von den Russen freigegeben
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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Worte
BeitragVerfasst: Di 3. Mai 2022, 08:50 
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Es gab nie einen Waffenstillstand.

Am 8./9, Mai kapitulierte die Wehrmacht bedingungslos.
Das war's.

Ein Waffenstillstand wurde nicht vereinbart, außer wenige Tage zuvor in Norditalien bzw. den Südalpen, also an der Südfront. Dieser wurde mit der Kapitulation obsolet und zuvor schon von den Alliierten nicht eingehalten,
da sie
weiter vordrangen,
Gefangene nahmen,
deutsches und italienisches Militär entwaffneten.

Ein Waffenstillstand beinhaltet den Verzicht auf militärische Aktionen gegen den Feind, auf Angriffe, Eroberungen, Besetzungen, Beutezüge und selbstverständlich auch auf Gefangennahme feindlicher Truppen.

Millionen deutscher Soldaten wurden nach der Kapitulation gefangengenommen (und überwiegend verschleppt). Deutsches Land wurde nach der Kapitulation besetzt. Beute wurde demontiert und abtransportiert. Viele Deutsche und Verbündete, manche reden von Millionen, wurden nach der Kapitulation aktiv oder passiv (Verhungernlassen) getötet.
Nichts davon ist bei einem Waffenstillstand üblich. Sinn des Waffenstillstands ist ja gerade, so etwas zu beenden und zu verhindern.

Nach der Kapitulation war in der internationalen Politik m. W. auch nie von einem Waffenstillstand die Rede. Ich weiß daher gar nicht, wie man darauf kommt.

Übrigens wurden die nach dem 8.5.45 von den Westalliierten gefangengenommenen Soldaten auch nicht als Kriegsgefangene, sondern als "internierte, entwaffnete Feindkräfte" bezeichnet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Worte
BeitragVerfasst: Sa 7. Mai 2022, 14:51 
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Spiegel-Partner Bellingcat: Wie westliche Regierungen und Geheimdienste die Fäden ziehen

Bellingcat wird in den Medien immer wieder als „unabhängiges Rechercheportal“ bezeichnet, das genau weiß, was hinter dem Tiergartenmord, der angeblichen Vergiftung von Navalny, Giftgas-Angriffen in Syrien oder MH17 steckt. Da lohnt sich ein näherer Blick auf die Frage, woher Bellingcat das alles weiß und vor allem, wer Bellingcat finanziert.

Bellingcat ist für Anti-Spiegel-Leser, aber auch für Spiegel-Leser, keine unbekannte Organisation. Nur haben der Spiegel und ich sehr unterschiedliche Ansichten über dieses Internetportal. Der Spiegel präsentiert Bellingcat als Partner, mit dem der Spiegel schon viele „Recherchen“ durchgeführt hat. Ich sehe Bellingcat dagegen als direkt vom britischen und von US-Geheimdiensten gesteuertes Propaganda-Instrument, das immer genau das liefert, was von denen gewollt ist. Und der Spiegel macht dabei mit und nennt das „Recherchen“.

Bellingcat
Ich habe über Bellingcat schon viel geschrieben. Bellingcat weiß immer alles, was andere nicht herausbekommen können. Bellingcat weiß, wer MH17 über der Ukraine abgeschossen hat und wer die Skripals vergiftet hat, Bellingcat hat Informationen über den Tiergartenmord und weiß alles über Giftgasangriffe in Syrien. Und ganz aktuell weiß Bellingcat auch, wer Navalny vergiftet hat. Bellingcat weiß einfach alles.

Während Bellingcat früher, als es um MH17 oder Giftgas in Syrien ging, offiziell noch seine Informationen angeblich aus öffentlich zugänglichen Quellen bezogen und einfach nur Fotos aus sozialen Netzwerken ausgewertet haben will, kann diese Legende spätestens seit den Skripals nicht mehr aufrecht erhalten werden. Bellingcat präsentiert seit einigen Jahren Daten über Visaerteilungen, Fotos von Überwachungskameras an europäischen Flughäfen, Daten aus Passdatenbanken oder über Flugbuchungen.

Diese Daten sind nicht öffentlich zugänglich und Bellingcat kann sie nur von (wahrscheinlich britischen und amerikanischen) staatlichen Stellen bekommen haben. Und dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder jemand hat sie Bellingcat illegal weitergegeben, dann müsste aber der Staatsanwalt deswegen gegen die undichte Stelle und Bellingcat selbst ermitteln, oder die Regierungen (sprich die Geheimdienste) haben sie an Bellingcat weitergegeben. Da es keine Ermittlungen wegen der illegalen Weitergabe der Daten gegeben hat, bleibt nur die zweite Variante und damit handelt es sich nicht um Ergebnisse von Recherchen, sondern es sind Informationen, von denen Geheimdienste wollen, dass sie öffentlich werden. Und sie können frei erfunden sein.

Der Gründer von Bellingcat, Elliot Higgins, wird von US-Think Tanks finanziert und liefert immer genau das, was die USA hören wollen. Dabei wird er offensichtlich von westlichen Geheimdiensten mit Informationen versorgt und niemand – auch Bellingcat selbst nicht – kann kontrollieren, ob diese Informationen der Wahrheit entsprechen oder bewusst von Geheimdiensten gestreute Desinformationen sind.

Eigentlich müssten kritische Medien bei so einer Quelle äußerst misstrauisch sein, aber die westlichen Medien verbreiten die „Enthüllungen“ von Bellingcat bereitwillig und unkritisch.

Und nicht nur das: Der Spiegel rühmt sich immer wieder, selbst Teil von Bellingcats Rechercheteam zu sein, zuletzt hatten der Spiegel, Bellingcat und CNN behauptet, sie wüssten ganz genau, wer Navalny vergiftet hat. Dabei haben sie sich wieder auf Informationen gestützt, die sie ohne Hilfe westlicher Geheimdienste nicht bekommen konnten, nämlich zum Beispiel Flugbuchungen und GPS-Bewegungsdaten von Telefonprovidern. Diese Informationen aus so vielen Quellen (verschiedene Fluggesellschaften und Telekom-Unternehmen) sind nicht ohne Hilfe von Geheimdiensten zu erhalten.

Man kann ja noch erzählen, man habe eine undichte Stelle bei einer Fluggesellschaft, die einem Informationen zusteckt, aber nicht bei allen und auch noch allen Telekom-Unternehmen. Wer so etwas behauptet, der verkauft seine Leser für dumm, aber das tun die „Qualitätsmedien“ ja gerne.

Ich behaupte aufgrund dieser und vieler andere Hinweise (inklusive der Tatsache, dass der Bellingcat-Gründer Elliot Higgins lange Zeit beim Atlantic Council als Partner und Experte geführt wurde), dass Bellingcat nichts weiter ist, als ein Propaganda-Instrument der westlichen Regierungen (namentlich der USA und Großbritanniens).

Aber lässt sich das auch belegen?

Da bekanntermaßen derjenige, der bezahlt, auch die Musik bestellt, schauen wir uns einmal an, wer Bellingcat und Higgins finanziert. Bellingcat selbst nennt seine wichtigsten Finanziers und Partner auf seiner Homepage und die schauen wir uns nun der Reihe nach an.

Adessium Foundation
Von Adessium hat kaum jemand etwas gehört, ich habe über Adessium mal berichtet, als es um die Finanzierung der Reporter ohne Grenzen (RoG) ging, die keineswegs eine neutrale und spendenfinanzierte Organisation sind, sondern die Organisation wird von den Nato-Staaten direkt finanziert, zum Beispiel finanziert der deutsche Staat die RoG in Deutschland zu mindestens 40 Prozent direkt. Oder westliche Staaten finanzieren die RoG indirekt über NGOs, die wiederum von Nato-Staaten finanziert werden. Die Details dazu finden Sie hier.

Adessium ist so eine NGO, die zum größten Teil von einem Staat, in diesem Fall der niederländischen Regierung, finanziert wird. Die geopolitische Rolle der Niederlande ist hoch spannend, denn was kaum jemand weiß ist, wie sehr die Niederlande sich bei Regimechanges und Kriegen engagieren. Ihre Rolle beim Maidan, den sie sehr aktiv finanziert haben, habe ich in meinem Buch über die Ukraine-Krise beleuchtet. Auch bei MH17 spielen die Niederlande eine zentrale Rolle und sie haben jahrelang aktiv islamistische Terroristen in Syrien unterstützt.

Diese Dinge sind unpopulär und haben in den Niederlanden immer wieder für Skandale gesorgt, da ist es sehr hilfreich, wenn man als Regierung eine NGO hat, die für positive Presse sorgt und von den Skandalen ablenkt. Genau das tut Adessium, denn es finanziert wiederum angeblich unabhängige Journalisten wie das Internationale Netzwerk investigativer Journalisten oder in Deutschland correcitv. Das Internationale Netzwerk investigativer Journalisten wiederum ist ein Projekt der Center for Public Integrity (CPI) in den USA. Und wer finanziert das CPI? Richtig, unter anderem George Soros.

Das CPI wurde in Deutschland bekannt, weil es die Panama-Papers geleakt hat, die für eine mediale Attacke gegen Putin genutzt wurden, obwohl sein Name in den Papers gar nicht vorkam. Aber Putins angebliche Verbindungen zu den Panama-Papers haben die Schlagzeilen beherrscht, während die 72 ehemaligen und aktuellen Staatsoberhäupter und viele bekannten Politiker und Geschäftsleute, die tatsächlich in den Papers genannt wurden, medial kaum eine Rolle gespielt haben. Zum Beispiel der damalige Präsident der Ukraine Petro Poroschenko, der Vater des britischen Premierministers David Cameron, der Premierminister von Island, der Präsident von Argentinien, die Schwester des spanischen Königs, der Sohn des Premierministers von Malaysia, die Fußballer Messi und Platini. Und so weiter und so fort. Diese Leute haben die Medien aber nicht allzu sehr interessiert, denn die Panama-Papers sollten im Informationskrieg gegen Russland eingesetzt werden und nicht etwa krumme Geschäfte führender westlicher Politiker ans Licht zerren.

An diesem Netzwerk und an den Beispielen sieht man, wie Adessium arbeitet und wen die Foundation unterstützt. Es geht um mediale Unterstützung für die Politik des Westens und daher finanziert Adessium auch Bellingcat, das dabei eine immer wichtigere Rolle spielt. Aber das Geld von Adessium kommt am Ende vom niederländischen Staat.

Das National Endowment for Democracy
Das National Endowment for Democracy ist ein klassisches Beispiel für „NGOs“, die keine sind. Wir müssen uns daran erinnern, dass „NGO“ „Nicht-Regierungsorganisation“ bedeutet. Aber wie kann man von einer Nicht-Regierungsorganisation sprechen, wenn die Organisation von einer Regierung gegründet wurde und von ihr finanziert wird? Oder im Falle von Adessium, wenn sie zwar nicht von einer Regierung gegründet wurde, aber trotzdem von einer Regierung finanziert wird?

Das National Endowment for Democracy (NED) ist eine US-amerikanische Stiftung mit dem erklärten Ziel der weltweiten Förderung der Demokratie. Sie wurde 1983 vom US-Kongress in Washington gegründet und erhält von diesem für ihre Arbeit eine jährliche Finanzierung aus dem US-Bundeshaushalt.

Nicht in allen Fällen haben die Aktivitäten des NED zu demokratischen Veränderungen geführt, das NED war offensichtlich schon zufrieden, wenn mit seiner Hilfe pro-amerikanische Regierungen an die Macht kamen, sodass danach das Ziel der „Förderung der Demokratie“ nicht weiterverfolgt werden musste. Ohne allzu sehr in die Tiefe gehen zu wollen, seien einige Kritikpunkte zitiert: Der US-Politiker Pat Buchanan nannte die NED-Aktivitäten laut Wikipedia eine “weltweite Agitation für demokratische Revolutionen und Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder“

Im Oktober 2003 kommentierte das Mitglied der Republikanischen Partei Ron Paul die Aktivitäten des NED wie folgt: „Das … NED ist nichts anderes als ein teures Programm, das mit dem Geld der Steuerzahler freundlich gesinnte Politiker und politische Parteien im Ausland fördert. … Was die NED in fremden Staaten unternimmt, wäre in den USA illegal. Dass NED bringt „weiches Geld“ in Wahlen im Ausland, um die eine oder andere Partei zu fördern. Stellen Sie sich vor, was ein paar hunderttausend Dollar Unterstützung für einen Politiker oder eine Partei in einem relativ armen Land ausmachen. Es ist orwellianisch zu behaupten, US-Manipulationen von Wahlen in fremden Staaten würde die Demokratie befördern. Wie würden die Amerikaner reagieren, wenn die Chinesen mit Millionen von Dollar bestimmte pro-Chinesische Politiker unterstützen würden? Wäre das eine ‘demokratische Entwicklung’?“

Das sagte Ron Paul vor 28 Jahren, heute kennen wir die Antwort auf seine Frage: Die USA machen seit Jahren einen Riesenwirbel um angebliche Einmischungen aus dem Ausland in ihre Wahlen, wenn die Wahlergebnisse nicht so sind, wie es die Eliten gerne hätten.

Auf den Punkt brachte die Arbeitsweise des NED sein Mitbegründer und ehemaliger Vorsitzender Allen Weinstein, der zur Tätigkeit des NED in einem Interview mit der Washington Post am 21. September 1991 sagte, das NED tue das, „was vor 25 Jahren die CIA verdeckt getan hat.“ Dieses Interview selbst ist leider nicht mehr im Netz verfügbar, jedoch wird es bis heute übereinstimmend von „Freund und Feind“ zitiert.

Das NED war seit seiner Gründung an allen Regimechanges der USA beteiligt und finanziert alles und jeden, der die Gegner der USA – egal mit welchen Mitteln und Zielen – bekämpft. Und diese „ehrenwerte“ Organisation finanziert auch Bellingcat seit Jahren.

Nationale Postcode Loterij
Das ist eine wirklich interessante Geschichte und sie führt uns wieder in die Niederlande. Die Niederländische Post-Lotterie veranstaltet auf Postleitzahlen basierende Lottospiele und finanziert 105 humanitären Organisationen. So weit so unverfänglich.

Aber aus irgendeinem Grund hat die Post-Lotterie 2019 auch Bellingcat mit 500.000 Euro unterstützt, wie Elliott Higgins selbst stolz auf Twitter gemeldet hat.

Dateianhang:
D02JFZLXQAE70gw.jpg
D02JFZLXQAE70gw.jpg [ 52.58 KiB | 109-mal betrachtet ]


Ich sagte ja schon, dass die geopolitsche Rolle der Niederlande ausgesprochen interessant ist und dass das Land unglaublich viele Stiftungen und Organisationen hat, mit denen es hinter den Kulissen wiederum Organisationen finanziert, von denen man es kaum erwartet hätte.

Zandstorm CV
Und wieder die Niederlande. Belligcat hat eine Tochterstiftung in den Niederlanden gegründet, die von der Firma Zandstorm CV Geld erhält. Über diese Firma konnte ich nichts herausbekommen, außer einem Auszug aus dem niederländischen Handelsregister, der aber auch keine Informationen enthält. Aber der Auditreport der niederländischen Bellingcat-Stiftung von 2019 weist Zahlungen der Post-Lotterie, von Adessium und Zandstorm aus.

Übrigens nur am Rande: Seine niederländische Tochter hat Bellingcat Dank der Spende der Post-Lotterie in Höhe von 500.000 Euro gegründet. Die Lotterie hat diese Tochter erst möglich gemacht. Da liegt die Vermutung nahe, dass die niederländische Regierung Bellingcat in Zukunft verstärkt nutzen möchte und daher ein Büro „um die Ecke“ nötig geworden ist. Warten wir das mal ab.

Außerdem wird in dem Auditreport noch eine Zahlung von „Porticus Auxilium“ ausgewiesen, was überraschend ist. Dabei handelt es sich um Stiftungen der C&A-Gründerfamilie Brenninkmeijer. Die setzen sich nach ihrer Eigenwerbung für Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit ein. Auf der deutschen Seite kann man lesen:

„Die von der Stiftung Auxilium unterstützten Projekte decken die Themen Bildung, Soziales, Glaube und Gesundheit ab.
Die Prinzipien der Katholischen Soziallehre sind ein Kompass für diese Unterstützungstätigkeiten und traditionell eine Inspirationsquelle für die Unternehmer der Familie Brenninkmeijer.“

Aber Porticus Auxilium scheint die Unterstützung von Bellingcat peinlich zu sein, denn Bellingcat hat mit den genannten Zielen nun wirklich nichts zu tun. Jedenfalls findet man weder auf der deutschen, noch auf der niederländischen Seite etwas zu Bellingcat, wenn man „Bellingcat“ in die Suchfunktion eingibt.

Sigrid Rausing Trust
Diese Stiftung wurde von einer Enkelin des Tetra-Pak Erfinders gegründet. Sie fördert nach eigenen Angaben alle möglichen Projekte im Bereich Menschenrechte und fördert auch Bellingcat, wobei sich wieder die Frage stellt, was Bellingcat mit Menschenrechten zu tun hat.

Unabhängige Informationen über den Sigrid Rausing Trust sind kaum zu finden. Daher zeige ich hier einige Beispiele für die Aktivitäten des Trust laut seinem eigenen Jahresbericht.

Die meisten Projekte sehen unverfänglich aus, aber sobald es um Länder geht, in denen ich mich auskenne, ist das nicht mehr so. In Weißrussland unterstützt der Trust seit 2007 über das im Baltikum ansässige „Barys Zvozskau Belarusian Human Rights House“ die Opposition und in der Ukraine wurde der Trust 2014 aktiv und unterstützt „StopFake“ – eine Organisation, die sich gegen „russische Desinformation nach der Annexion der Krim“ einsetzt.

Da in der Ukraine inzwischen nicht einmal mehr versucht wird, die Zensur unauffällig durchzuführen – gerade wurden dort die letzten regierungskritischen TV-Sender verboten -, zeigt sich deutlich, wofür der Trust in Wahrheit steht. Er scheint auch nur ein weiteres – mir bisher unbekanntes – Instrument des Westens im geopolitischen Informationskrieg zu sein.

Stichting Saxum Volutum
Und wieder die Niederlande. Diese Stiftung mit Sitz in Amsterdam ist ein Rätsel. Sie unterstützt Bellingcat finanziell, aber im Netz konnte ich nichts über sie finden. Die wenigen Suchergebnisse, die die Suchmaschinen auswerfen, zeigen keine Internetseite, keine Jahresberichte, einfach gar nichts an. Allerdings sieht man an den Suchergebnissen immer wieder Verbindungen unter anderem zum NED, aber wenn man die Ergebnisse anklickt, handelt es sich zum Teil um bereits wieder gelöschte Seiten.

Vielleicht haben Leser ja weitere Informationen über die Stiftung, sie scheint interessant zu sein, denn sie verteilt offensichtlich finanzielle Unterstützungen, meidet andererseits aber die Öffentlichkeit.

Was bedeutet das?
Das waren nur die Unterstützer, die Bellingcat selbst derzeit auf seiner Homepage nennt. Wie das Beispiel der niederländischen Tochterstiftung gezeigt hat, gibt es aber noch mehr Unterstützer. Und sie alle sind mit westlichen Regierungen, mit Soros oder anderen Stiftungen verbunden, die die US-Politik in der Welt fördern wollen.

Wie unabhängig kann Bellingcat also sein, wenn die Organisation tief in die transatlantischen Netzwerke eingebunden ist und von ihnen auch bezahlt wird?

Das waren keineswegs alle Unterstützer von Bellingcat, auf der Seite werden diverse Projekte genannt, die Bellingcat unterstützen. Und in einem Tweet von 2017 hat Elliot Higgins selbst noch andere Finanziers genannt.

Bellingcat has received money from the following:
OSF
Meedan
NED
Google
Adessium
Crowdfunding

Auch das ist interessant: Das NED ist ein stabiler Finanzier von Bellingcat und das NED ist gleichzusetzen mit der US-Regierung und ist ein verlängerter Arm der CIA. Und plötzlich versteht man, wie Bellingcat an die Aufnahmen von Überwachungskameras an der britischen Grenzkontrolle gekommen ist, um uns die angeblich russischen Agenten bei der Einreise zu zeigen, bevor sie angeblich die Skripals ermorden wollten. Oder woher Bellingcat im Fall Navalny Flugbuchungen und GPS-Bewegungsdaten von den angeblichen Mördern von Navalny hat. Oder woher Bellingcat alles über Visaantrag und Passdaten des Tiergartenmörders weiß.

Ob die Angaben der Wahrheit entsprechen, weiß kein Mensch, aber woher Bellingcat sie hat, ist offensichtlich. Aber der Spiegel erzählt seinen Lesern die Geschichte von „gemeinsamen Recherchen.“ Was sagt das eigentlich über den Spiegel selbst aus?

Und natürlich durfte auf der Liste von Higgins Google nicht fehlen, das sich inzwischen als Propaganda-Instrument der US-Politik präsentiert und alles zensiert, was den USA (oder besser den dortigen Eliten) nicht genehm ist.

Aber wer ist OSF, die Higgins in seinem Tweet erwähnt? Haben Sie es erraten? Das ist die Open Society Foundation von George Soros. Wo westliche Geheimdienste am Werk sind, Desinformationen verbreiten und versuchen, gegen fremde Regierungen zu putschen, da ist Soros immer in der ersten Reihe dabei.

Und Bellingcat ist dafür – zusammen mit Partnern wie dem Spiegel – eines von vielen Propaganda-Instrumenten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Worte
BeitragVerfasst: Sa 7. Mai 2022, 14:58 
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Julian Röpcke – „Bild“-Verantwortlicher für Politik bezeichnet das Hissen von Hakenkreuzflaggen als „Humor“

Das Hissen von Hakenkreuzflaggen ist in Deutschland aus Gutem Grund eine Straftat. Der Verantwortliche Redakteur im Ressort Politik der „Bild“-Zeitung, Julian Röpcke, findet es hingegen „humorvoll“, wenn es an der Front in der Ostukraine geschieht.

Ich fand einen Artikel bei RT-Deutsch, über den ich eigentlich nichts schreiben wollte. Es ist altbekannt, dass das „Freiwilligenbataillon“ Asov ein Nazi-Bataillon ist. Zu oft schon sind deren „Soldaten“ mit Hakenkreuzen und SS-Runen aufgefallen. Auch die Flagge des Bataillons trägt ein in Deutschland verbotenes Nazi-Symbol, die Wolfsangel.

In dem Artikel von RT-Deutsch geht es darum, dass der Chefredakteur der „Bild“-Zeitung das Zeigen solcher Symbole an der Front in der Ostukraine anscheinend lustig findet. Auch das ist recht banal, wir alle wissen, was von der „Bild“ und ihrem Politik-Verantwortlichem zu halten ist. Es ging dabei um einen Tweet von Röpcke. Als ich den allerdings ansehen wollte, habe ich festgestellt, dass Julian Röpcke meinen Anti-Spiegel-Account bei Twitter gesperrt hat, ich darf seine Tweets nicht sehen.

Da wurde ich schon neugierig und habe mir den Tweet einfach über die Google-Suche über einen anderen Browser angeschaut. Und was ich da zu sehen oder besser zu lesen bekam, ist nach meinem bescheidenen Rechtsverständnis in Deutschland ein Fall für den Staatsanwalt.

In seinem Tweet schreibt Röpcke: „Ukrainische Truppen hissen die Reichskriegsflagge mit Hakenkreuz über ihrer Frontstellung in #Mariinka. Manchmal hasse ich wirklich ihren Sinn für ‚Humor’….“


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Julian Röpck
@JulianRoepcke
#NewsMap
Ukrainian troops hoist war ensign of the Reich (Reichskriegsflagge) with swastika at their frontline position in #Mariinka.
Sometimes I really hate their sense of "humor" ...
https://youtube.com/watch?v=Vl8cRO_IEvE
#Ukraine
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Nun stellt sich mir die Frage, ob Herr Röpcke auch von „Humor“ sprechen würde, wenn irgendwer in Deutschland die Reichskriegsflagge mit Hakenkreuz hissen würde.

Aber es geht noch weiter. Wenn man in dem Tweet heruntersrollt, dann findet man folgende Aussage dazu von Herrn Röpcke: „Different from pro-Kremlin zombies, #Ukrainians have opposing views towards their military and a vibrant discussion culture. This is what I love about them! „

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Übersetzt also: „Anders als pro-Kreml Zombies, haben Ukrainer gegensätzliche Ansichten gegenüber ihrem Militär und eine lebendige Diskussionskultur. Das liebe ich an ihnen!“

Was bitte ist am Hissen der Reichskriegsflagge mit Hakenkreuz „Diskussionskultur“? Ich wusste nicht, dass es darüber viel zu diskutieren geben kann.

Aber er bezog sich ja unter anderem auf folgenden Text, der übersetzt lautet: „Wir machen das die ganze Zeit, es ist nur eine Flagge. Die Russen haben keine Hakenkreuzflaggen, sie haben nur echten Faschismus, während wir echte Demokratie haben, diese Ironie muss man lieben.“

Das ist doch mal was. Wenn also jemand in Deutschland eine Reichskriegsflagge mit Hakenkreuz hissen und dazu sagen würde, es sei ja „nur eine Flagge“ und es sei ironisch gemeint, wie würde Herr Röpcke darauf reagieren? Und wie würde ein deutscher Richter bei einer Verhandlung über die Benutzung verfassungsfeindlicher Symbole wohl auf die Verteidigung reagieren, es handele sich ja „nur um eine Flagge“ und „diese Ironie“ müsse „man lieben“?

Solche Tweets des Verantwortlichen für das Ressort Politik der größten deutschen Tageszeitung lassen einen tiefen Blick in seine politischen Einstellungen zu. Oder sie zeigen auf, dass er manchmal geistig neben sich steht, wenn er etwas veröffentlicht. Was man beim Lesen der „Bild“ ja auch täglich sehen kann.

Jedenfalls ist es eines Deutschen unwürdig, sich so über Nazi-Flaggen zu äußern und ihre Benutzung als „Humor“ und Diskussionskultur“ zu verklären. Es sind und bleiben Symbole eines verbrecherischen Regimes, das ganz Europa ins Elend gestürzt hat und nichts anderes.

Aber Julian Röpcke scheint das vergessen zu haben und tweetet stattdessen einen Text, in dem ausgerechnet das Land, das die meisten Opfer in dem Krieg zu beklagen hatte, als „Faschisten“ beleidigt wird.

Man muss weder Russland noch seine aktuelle Politik mögen, aber das gibt noch niemandem das Recht, sich so über die Nachkommen der Opfer des faschistischen Angriffskrieges zu äußern.
anti-spiegel.ru/2019/bild-verantwortlicher-fuer-politik-bezeichnet-das-hissen-von-hakenkreuzflaggen-als-humor/

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Worte
BeitragVerfasst: Sa 7. Mai 2022, 20:00 
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Informationskrieg
Integrity Initiative: Wird Boris Reitschuster für anti-russische Propaganda bezahlt?
Unterlagen deuten darauf hin, dass Boris Reitschuster von einer von der britischen Regierung
für anti-russische Propaganda finanzierten Organisation bezahlt wird.

Dateianhang:
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5. Mai 2022 00:16 Uhr
Was ich hier melde ist nicht neu, es ist nur kaum jemandem bekannt. Es geht um anti-russische Propaganda in Deutschland und die Rolle von Boris Reitschuster dabei. Darüber wollte ich eigentlich nichts schreiben, aber da ich sehr viele Fragen zu dem Thema bekomme, trage ich die bekannten Fakten noch einmal zusammen.

Die Integrity Initiative
In Großbritannien wurde 2009 ein transatlantischer Think Tank namens Institute for Statecraft gegründet, dessen Leiter Christopher Donnelly ein militärisches Urgestein und unter anderem 14 Jahre lang Sonderberater von NATO-Generalsekretären gewesen ist. Über diesen Think Tank ist wenig bekannt, er arbeitet geräuschlos und unauffällig und sogar seine Webseite enthält keinerlei Informationen, was ungewöhnlich ist, weil Think Tanks ihre Erkenntnisse und Meinungen normalerweise offensiv in die Öffentlichkeit tragen. Das ist normalerweise der Existenzweck von Think Tanks.

2014 oder 2015 hat das Institute for Statecraft die Integrity Initiative als Tochterstiftung gegründet. Das offizielle Ziel der Integrity Initiative war der Kampf gegen russische Propaganda, Desinformation und Fake News.

Schmutzkampagne gegen Oppositionsführer
2018 gab es in Großbritannien Skandale um Jeremy Corbyn, den Chef der oppositionellen Labor-Party. Er war NATO-kritisch und hatte gute Chancen, die nächsten Wahlen zu gewinnen. Daher begann eine koordinierte Medienkampagne, die die üblichen Vorwürfe, also Antisemitismus und so weiter, umfasste. Der Widerstand gegen Corbyn wurde so groß, dass ein führender britischer General 2019 in den Medien für den Fall eines Wahlsieges von Corbyn unverhohlen mit einem Putsch gedroht hat.

Wie schon Ende 2018 bekannt wurde, steckte (unter anderem?) die Integrity Initiative hinter der Kampagne gegen Corbyn. Brisant dabei war, dass die Integrity Initiative von Statecraft finanziert wurde, während das Institute for Statecraft wiederum mit vielen Millionen von der britischen Regierung finanziert wurde:

„Und doch wird es mit 2,2 Millionen Pfund vom Außenministerium finanziert, mit zusätzlichen Mitteln des Verteidigungsministeriums, der britischen Armee, der NATO, des litauischen Verteidigungsministeriums, des US-Außenministeriums und sogar von Facebook.“

Im Klartext bedeutet das, dass die britische Regierung mit britischen Steuergeldern und Geldern anderen NATO-Staaten eine Schmutzkampagne gegen den in Umfragen führenden Oppositionsführer durchgeführt hat, der allzu system- und NATO-kritisch war und stärker auf Sozialpolitik setzen wollte. Das war ein Skandal, der dem berühmten Watergate-Skandal in nichts nachsteht.

Aber der Skandal blieb unter dem Teppich, die Medien fanden das nicht berichtenswert, sondern haben einfach weiter auf Corbyn eingeschlagen, bis dieser schließlich den Parteivorsitz abgegeben hat.

Die Frage
Wie gesagt arbeiten das Institute for Statecraft und seine Tochter Integrity Initiative ausgesprochen geräuschlos und es ist praktisch nichts über sie bekannt, obwohl sie vom britischen Staat mit Millionen finanziert werden. Das wirft Fragen auf.

Wenn man das offizielle Ziel der Integrity Initiative, nämlich gegen russische Propaganda vorzugehen, berücksichtigt, dann müsste man erwarten, dass die Organisation eine Webseite hat, viel Öffentlichkeitsarbeit macht und so weiter. Aber nichts dergleichen passiert.

Wir haben einen von einem NATO-Mann gegründeten Think Tank, der vom Militär verschiedener NATO-Staaten finanziert wird und der eine Organisation gründet, die mit diesem Geld und diesen Beziehungen gegen russische Propaganda ankämpfen soll und dabei praktisch vollkommen unsichtbar bleibt. Da liegt der Schluss, dass es sich um eine Organisation der britischen Geheimdienste handelt so nahe, dass ich einen ziemlich hohen Wetteinsatz in dieser Frage riskieren würde.

Der Hack
Im November 2018 hat anonymous die Integrity Initiative gehackt, interne Dokumente entwendet und sie im Dezember 2018 veröffentlicht (siehe hier und hier). Die Echtheit der Dokumente wurde von der Integrity Initiative bestätigt. Allerdings war die britische Regierung nicht allzu kreativ, denn sie sprach (das ist Routine, wenn im Westen Skandale öffentlich werden) von einem russischen Hackerangriff.

Obwohl die Dokumente hochbrisant waren, fanden die westlichen Medien nicht, dass man darüber berichten müsste. Der erste große Bericht erschien auf dem englischsprachigen Portal The Grayzoone. In Deutschland haben lediglich einige alternativen Medien wie die Nachdenkseiten darüber lange Artikel veröffentlicht.

Auch RT-Deutsch hat damals ausführlich darüber berichtet und unter anderem eine ziemlich eindeutige Verbindung von der Integrity Initiative zu Bellingcat und Julian Röpcke von der Bild-Zeitung aufgezeigt. Die Integrity Initiative ist bestens mit den wichtigsten Medien vernetzt, um die anti-russische Propaganda, für die sie gegründet wurde, unter das Volk zu bringen. Aber weil das von RT-Deutsch berichtet wurde, war das natürlich nur russische Propaganda und niemand hat weitere Fragen gestellt.

Die „Qualitätsmedien“ haben all das ignoriert, dabei waren Manipulationen in den Medien zu genau dem Zeitpunkt das große Thema in Deutschland. Exakt zur gleichen Zeit, im Dezember 2018, ist nämlich Claas Relotius aufgeflogen und die Medien haben sich mit Artikeln darüber, dass es solch manipulierte Artikel nicht geben dürfte, regelrecht überschlagen.

Dass aber gleichzeitig ein ganzes Netzwerk von Manipulatoren aufgeflogen war, dessen Narrative die Medien gerne übernommen haben, das haben die Medien ihren Lesern komplett verschwiegen.

Die Propaganda-Cluster
Die von anonymous veröffentlichten Dokumente zeigten, warum die Integrity Initiative so konspirativ arbeitet. Ihre Aufgabe war es, in den Ländern der EU Cluster bestehend aus anti-russischen Propagandisten zu bilden, die man steuern und nach Bedarf für Propaganda-Zwecke einsetzen konnte. Koordiniert wurden diese Cluster in den Ländern von einem Mitarbeiter der jeweiligen britischen Botschaft.

So konnte man aus den Unterlagen zum Beispiel erfahren, dass in folgenden Ländern bereits Cluster aktiv waren: Frankreich, Griechenland, Deutschland, Italien, Litauen, Niederlande, Norwegen, Serbien und Spanien. Weitere Cluster waren in folgenden Ländern geplant: Österreich, Bulgarien, Kanada, Estland, Georgien, Lettland, Malta, Moldawien, Montenegro, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Schweden, Schweiz und USA.

Es war also eine von mehreren NATO-Staaten finanzierte und offensichtlich vom britischen Geheimdienst geleitete Untergrund-Propagandaorganisation aufgeflogen, die die öffentliche Meinung in praktisch dem gesamten Westen beeinflussen sollte. Aber gab es Proteste wegen der offensichtlichen Einmischung in die inneren Angelegenheiten der betroffenen Staaten? Gab es einen Aufschrei in den Medien?

Nein, das alles wurde sofort wieder unter den Teppich gekehrt.

Der deutsche Cluster
Ich will hier nur zwei Namen des deutschen Clusters behandeln. Wenn Sie sich für alle Details des deutschen Clusters interessieren, empfehle ich Ihnen diesen Artikel der Nachdenkseiten, der darauf im Details eingegangen ist. Dort kann man erfahren, von wem das deutsche Cluster geleitet wurde, welcher (ehemalige) britische MI6-Agent der Führungsoffizier dieses Leiters war, und welche Verbindungen dieser Leiter hatte, unter anderem sehr enge Verbindungen zur RAND-Corporation, die den Stammlesern des Anti-Spiegel allzu gut bekannt ist.

Als eines der führenden Mitglieder des deutschen Clusters wurde die ehemalige Grünen-Politikerin Marieluise Beck genannt, die mit ihrem Mann Ralf Fücks seit 2017 den transatlantischen und neoliberalen Think Tank „Zentrum Liberale Moderne“ (Libmod) betreibt und immer dann in den Medien zu Wort kommen darf, wenn besonders radikale anti-russische Zitate gebraucht werden. Ein weiteres Steckenpferd von Beck und ihrem Mann ist die Ukraine, wobei sie es mit der Wahrheit aber nicht allzu genau nehmen, wie ich zum Beispiel hier aufgezeigt habe. Erst kürzlich haben die beiden Schlagzeilen gemacht, als sie Kiew besucht und in jede Kamera anti-russische Slogans gesprochen haben.

Besonders interessant ist jedoch, dass Boris Reitschuster schon zu Beginn der Arbeit der Integrity Initiative als Kandidat für Deutschland genannt wurde. In einem Dokument heißt es wörtlich (wobei die Briten seinen Nachnamen falsch geschrieben haben):

„In Deutschland wäre es gut, Boris Reitschuler einzubeziehen. Er ist gut bei Putin“

Reitschuster hatte zu diesem Zeitpunkt schon diverse Bücher veröffentlicht, in denen er Putin verteufelt hat. Allzu schwer wird es für die Integrity Initiative nicht gewesen zu sein, Reitschuster von einer Zusammenarbeit zu überzeugen.

Boris Reitschuster
Reitschuster hat von 1999 bis 2015 das Moskauer Büro des Focus geleitet und war damals einer radikalsten anti-russischen Journalisten in Moskau. In meinem Buch über die Ukraine-Krise 2014 habe ich Reitschuster nachgewiesen, einige anti-russische Meldungen frei erfunden zu haben, die dann im Focus verbreitet wurden. Wenn es um das Verteufeln Russlands, und vor allem von Putins Politik ging, war Reitschuster sehr kreativ und die Wahrheit empfand er eher als störend.

2015, also in dem Jahr, in dem die Integrity Initiative ihre Arbeit aufnahm, haben Reitschuster und der Focus sich getrennt. Über die Gründe für die Trennung ist bis heute nichts bekannt. Reitschuster hat damals auf seinem Blog zur Trennung vom Focus geschrieben:

„Vor 16 Jahren habe ich es aufgebaut; es war eine aufregende, bereichernde Zeit, die mir sehr viel gegeben hat. Neue Erfahrungen, neue Horizonte, und vor allem neue Freunde. Viele auch hier. Der Abschied fällt schwer. Es ist das Ende einer Lebens-Epoche. Aber auch ein Neuanfang. Ich freue mich auf neue Erfahrungen, neue Horizonte – und neue Freunde.“

Wenn man annimmt, dass Reitschuster sich mit der Integrity Initiative eingelassen hat, dann war das ein sehr ehrlicher Blogeintrag. Heute ist der Eintrag nicht mehr auf seiner Seite zu finden, aber im Internetarchiv ist er noch abrufbar, den Link finden Sie hier.

Wovon Reitschuster ab 2015 gelebt hat, ist nicht bekannt. Seine Seite war damals noch unbekannt, seine Bücher haben sich zwar ganz ordentlich verkauft, aber da ich selbst Bücher schreibe, weiß ich, dass man davon alleine nicht leben kann. Allerdings waren diverse transatlantische Medien so freundlich, Gastartikel zu veröffentlichen.

Wer sucht, der findet Kommentare und Artikel von ihm in der FAZ, The European, Washington Post, Guardian und anderen. In seinen Kommentaren hat er als „Russlandexperte“ anti-russische Narrative verbreitet. Aber auch von einigen Gastartikeln pro Jahr kann man aber nicht leben.

Reitschusters neue Rolle?
Es gibt in den Medien Menschen und Portale, die ich als „U-Boote“ bezeichne. Das sind Portale, die sich unter den alternativen Medien tummeln, aber in Wahrheit transatlantisch sind. Ich kann hier die Beispiele, von denen ich es aus erster Hand weiß, nicht nennen, weil mir die Informationen von Insidern zugetragen wurden. Würde ich das veröffentlichen, wäre eventuell nachvollziehbar, wer in welcher Redaktion mir die Informationen mitgeteilt hat.

„U-Boote“ unter den alternativen Medien haben den Zweck, dass sie ein Publikum erreichen, das für die Mainstream-Medien bereits „verloren“ ist. Daher sind die „U-Boote“ bei den meisten Themen sehr kritisch, aber bei bestimmten Themen sind sie „voll auf Linie“ der Transatlantiker, sodass sie die transatlantischen Narrative in das Publikum der alternativen Medien tragen können, das ansonsten für die NATO-Propaganda nicht mehr erreichbar ist.

Boris Reitschuster verhält sich exakt wie ein solches „U-Boot“. Während der Corona-Zeit ist seine Seite zur wohl meistbesuchten Seite der alternativen Medien geworden und er hat die Kritiker der Corona-Maßnahmen aufgefangen, die sich gerade angewidert von Tagesschau, Spiegel und all den anderen „Qualitätsmedien“ abgewendet haben. Und während er in Sachen Covid-19 vorbildlichen Journalismus abgeliefert hat, hat er seinem Publikum – ganz im Sinne der Integrity Initiative – weiterhin regelmäßig die transatlantischen Narrative und vor allem das Feindbild Russland präsentiert.

Er hat exakt das getan, was das erklärte Ziel der Integrity Initiative ist: Er hat anti-russische Propaganda gemacht und sie zu den Menschen gebracht, die sie sonst nicht mehr erreicht hätte.

Dass Reitschuster für die Integrity Initiative arbeitet, ist nicht bewiesen, aber Fakt ist, dass sie ihn in internen Dokumenten als vielversprechenden Kandidaten genannt hat. Fakt ist außerdem, dass seine Trennung vom Focus zeitlich mit der Gründung der Integrity Initiative zusammenfällt und dass man nicht weiß, wovon Reitschuster nach seiner Trennung vom Focus gelebt hat. Und hinzu kommt, dass er seit 2020 exakt das tut, was sich die Integrity Initiative wünscht: Er trägt ihre Propaganda in die für die Mainstream-Medien verlorenen Teile der Gesellschaft.

Und es kommt noch etwas hinzu: Zu Beginn der Pandemie hatte Ken Jebsen die größte Reichweite unter den kritischen Medien. Erinnern Sie sich noch, wie Ken Jebsen dann medial geschlachtet wurde?

Reitschuster hatte danach eine größere Reichweite als Ken Jebsen je gehabt hat, aber Reitschuster wurde von den Medien nicht geschlachtet, sogar sein YouTube-Kanal existiert noch. Er hatte zwar ein paar Probleme, wie kurzzeitige Sperrungen und ähnliches, aber nichts davon war von Dauer, während Ken Jebsen endgültig vernichtet worden ist.

Die Folgen
Das Reitschuster die pro-NATO und anti-russischen Narrative in die Leserschaft der alternativen Medien getragen hat, hatte Erfolg, wie wir heute sehen. Waren sich sich Leser der alternativen Medien in Corona-Zeiten weitgehend einig, geht heute eine tiefe Spaltung durch das Publikum. Das erlebe ich bei NuoViso, wo die Jungs von einem Teil ihres Publikums viele böse Mails bekommen, weil sie noch mit mir, dem „Putin-Troll“, zusammenarbeiten, während der andere Teil des NuoViso-Publikums die Tacheles-Sendungen, die ich mit Robert Stein mache, regelrecht feiert. Frank Höfer, der Chef von NuoViso, kann einem Leid tun, denn egal was er macht, er bekommt von einem Teil seines Publikums böse Mails.

Immerhin zeigt sich jetzt, dass die „aufgewachten“ Menschen mehrheitlich kritisch und wenig empfänglich für Propaganda sind. Seit Russland seine Intervention in der Ukraine begonnen hat und Reitschuster alle Zurückhaltung abgelegt hat und wieder in seine alte Rolle aus Moskauer Focus-Zeiten zurückgekehrt ist, ist seine Seite, was die Klickzahlen angeht, im freien Fall. Im Januar hatte seine Seite laut Similarweb noch sagenhafte 7,3 Millionen Aufrufe, im März waren es nur noch 4,9 Millionen, die Zahlen für April liegen noch nicht vor. Aber das ist ein Absturz um ein Drittel in zwei Monaten, das muss man erstmal hinbekommen.

Der Anti-Spiegel hat sich gegenteilig entwickelt. Im Januar hatte meine Seite eine Million Aufrufe, um März waren es schon 2,5 Millionen.

Persönliche Anmerkungen
Ich sage immer, dass ich nicht über andere Kollegen rede, sondern mit ihnen. Ich beteilige mich nicht an Schlammschlachten in der Öffentlichkeit. Wenn jemand etwas schlechtes über mich schreiben will, soll er es tun. Ich bin bereit, mit anderen zu reden, nicht über andere.

Das gilt auch für Reitschuster. Vor etwa einem Jahr habe ich mal mit ihm telefoniert und er war mir durchaus sympathisch. Ich habe ihm damals eine Diskussion auf YouTube zwischen uns vorgeschlagen, damit unsere Leser unsere Argumente für und gegen Russland und seine Politik anhören und vergleichen können. Er hat das zwar nicht abgelehnt, aber er hat auch nicht zugesagt.

Ich habe in den letzten Wochen sehr viele Mails von Lesern bekommen, die sowohl Reitschuster als auch mich angeschrieben haben und so eine Diskussion gefordert haben. Ich habe denen geantwortet, obwohl ich (wegen der schieren Menge an Mails, die ich bekomme) auf Mails normalerweise nicht mehr antworten kann. Ich habe ihnen allen geantwortet, dass ich eine solche Diskussion schon lange vorschlage, dass Reitschuster aber nicht zusagt. Ich weiß daher, dass er viele Mails bekommen hat, die ihm das berichtet haben. Trotzdem hat er sich nicht gemeldet.

Daher mache ich hier eine Ausnahme von meiner Regel, nicht über Kollegen bei den alternativen Medien zu reden, denn er lehnt das Gespräch leider ab.

Ich wiederhole es: Es ist nicht bewiesen, dass Reitschuster für die Integrety Initiative arbeitet, aber es deutet alles darauf hin.

Ich verlange von niemandem, dass er sein Einkommen offenlegt, aber ich bin jederzeit bereit, eine eidesstattliche Versicherung zu unterschreiben, in der ich erkläre, noch nie vom russischen Staat (oder einer anderen russischen Organisation) Geld für meine Arbeit bekommen zu haben. Mir wurden bei manchen Gelegenheiten, zum Beispiel, wenn ich als Redner zu einer Konferenz eingeladen war, die Reisekosten und andere Unkosten erstattet, aber für die Reden habe ich nie Geld bekommen.

Ich lebe von den Autorenhonoraren für meine Bücher, vom Werbebanner auf meiner Seite und von Spenden der Leser. Das ist alles. Angebote, für Geld einen Artikel auf meiner Seite zu veröffentlichen oder auch nur gegen Bezahlung über ein bestimmtes Thema auf meiner Seite zu schreiben, lehne ich immer ab.

Ob Boris Reitschuster bereit ist, eine eidesstattliche Versicherung zu unterschreiben und zu erklären, dass er seit 2015 von keiner staatlichen Stelle, keinem Think Tank und keiner Stiftung Geld bekommen hat, und dass er die Veröffentlichung von Artikeln nicht mit anderen (gegen Bezahlung) koordiniert?
https://www.anti-spiegel.ru/2022/integr ... a-bezahlt/

noch ein paar Fotos von mir.. er zeigt recht gut von wem er bezahlt wird !

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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Worte
BeitragVerfasst: Di 10. Mai 2022, 13:14 
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Warnung!
Das WWF hat eine Simulation einer Finanz-Cyberattacke durchgeführt, die zu einem großen Reset der Weltwirtschaft führt – Teil 1
20. März 2021

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Vom „Event 201“ zum „Cyber-Polygon“: Die WEF-Simulation einer kommenden „Cyber-Pandemie“

Letztes Jahr hat sich das Weltwirtschaftsforum mit der russischen Regierung und globalen Banken zusammengetan, um eine hochkarätige Cyberattacken-Simulation durchzuführen, die auf die Finanzindustrie abzielte – ein tatsächliches Ereignis, das den Weg für einen „Reset“ der Weltwirtschaft ebnen würde.

Die Simulation mit dem Namen Cyber Polygon war möglicherweise mehr als eine typische Planungsübung und weist Ähnlichkeiten mit der vom WEF gesponserten Pandemie-Simulation Event 201 auf, die kurz vor der COVID-19-Krise stattfand.

Cyber Polygon 2021

Am Mittwoch kündigte das Weltwirtschaftsforum (WEF) zusammen mit der russischen Sberbank und ihrer Cybersecurity-Tochter BI.ZONE an, dass im kommenden Juli eine neue globale Cyberangriffssimulation stattfinden wird, um die Teilnehmer in der „Entwicklung sicherer Ökosysteme“ zu unterweisen, indem ein Cyberangriff auf die Lieferkette simuliert wird, ähnlich dem jüngsten SolarWinds-Hack, der die „Cyber-Resilienz“ der Übungsteilnehmer bewerten soll.

Auf der neu aktualisierten Veranstaltungswebsite warnt die Simulation mit dem Namen Cyber Polygon 2021 unheilvoll davor, dass angesichts der Digitalisierungstrends, die vor allem durch die COVID-19-Krise vorangetrieben wurden, „ein einziges verwundbares Glied ausreicht, um das gesamte System zum Einsturz zu bringen, genau wie der Dominoeffekt“. Außerdem wird hinzugefügt, dass „eine sichere Herangehensweise an die digitale Entwicklung heute die Zukunft der Menschheit für die nächsten Jahrzehnte bestimmen wird.“

Die Übung kommt einige Monate, nachdem das WEF, die „internationale Organisation für öffentlich-private Zusammenarbeit“, die die reichste Elite der Welt zu ihren Mitgliedern zählt, offiziell ihre Bewegung für einen Great Reset angekündigt hat. Dieser würde den koordinierten Übergang zu einer globalen Wirtschaft der vierten industriellen Revolution beinhalten, in der menschliche Arbeitskräfte zunehmend irrelevant werden.

Diese Revolution, einschließlich ihres größten Befürworters, WEF-Gründer Klaus Schwab, hat zuvor ein großes Problem für die WEF-Mitglieder und Mitgliedsorganisationen dargestellt. Es geht um die Frage, was mit den Massen von Menschen geschehen wird, die durch die zunehmende Automatisierung und Digitalisierung der Arbeitswelt arbeitslos werden.

Neue Wirtschaftssysteme, die digital basieren und entweder mit Zentralbanken zusammenarbeiten oder von diesen geleitet werden, sind ein wichtiger Teil des Great Reset des WEF, und solche Systeme wären Teil der Antwort auf die Kontrolle der Massen der kürzlich arbeitslos gewordenen Menschen.

Wie andere bemerkt haben, würden diese digitalen Monopole, nicht nur bei Finanzdienstleistungen, denjenigen, die sie kontrollieren, erlauben, einer Person das Geld und den Zugang zu Dienstleistungen „abzuschalten“, wenn diese Person bestimmte Gesetze, Mandate und Vorschriften nicht einhält.



Dateianhang:
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Das WEF hat solche Systeme aktiv gefördert und geschaffen und nennt sein bevorzugtes Modell neuerdings „Stakeholder-Kapitalismus“.

Obwohl es als eine „inklusivere“ Form des Kapitalismus beworben wird, würde der Stakeholder-Kapitalismus im Wesentlichen den öffentlichen und den privaten Sektor verschmelzen und ein System schaffen, das Mussolinis korporatistischem Stil des Faschismus viel ähnlicher ist als alles andere.

Doch um dieses neue und radikal andere System einzuführen, muss das aktuelle korrupte System irgendwie in seiner Gesamtheit zusammenbrechen, und sein Ersatz muss den Massen als irgendwie besser als sein Vorgänger erfolgreich vermarktet werden.

Wenn die mächtigsten Leute der Welt, wie z.B. die Mitglieder des WEF, radikale Änderungen vornehmen wollen, tauchen bequemerweise Krisen auf – ob ein Krieg, eine Seuche oder ein wirtschaftlicher Zusammenbruch – die einen „Reset“ des Systems ermöglichen, der häufig von einem massiven Transfer von Vermögen nach oben begleitet wird.

In den letzten Jahrzehnten sind solchen Ereignissen oft Simulationen vorausgegangen, die sich häuften, bevor genau das Ereignis, das sie „verhindern“ sollten, eintrat. Jüngste Beispiele sind die US-Wahl 2020 und COVID-19.

Eine dieser Simulationen, Event 201, wurde im Oktober 2019 vom Weltwirtschaftsforum veranstaltet und simulierte eine neuartige Coronavirus-Pandemie, die sich weltweit ausbreitet und zu großen Störungen in der Weltwirtschaft führt – nur wenige Wochen bevor der erste Fall von COVID-19 auftrat.

Cyber Polygon 2021 ist nur die jüngste derartige Simulation, die vom Weltwirtschaftsforum mitfinanziert wird. Die aktuelle Agenda des Forums und seine bisherige Erfolgsbilanz bei der Durchführung prophetischer Simulationen verlangen, dass die Übung genau unter die Lupe genommen wird.

Obwohl Cyber Polygon 2021 noch Monate entfernt ist, ging Cyber Polygon 2020 voraus, eine ähnliche, vom WEF gesponserte Simulation, die im vergangenen Juli stattfand und in der Redner vor einer kommenden tödlichen „Pandemie“ von Cyberangriffen warnten, die hauptsächlich zwei Wirtschaftssektoren, das Gesundheitswesen und das Finanzwesen, betreffen würden.

Cyber Polygon 2020 wurde offiziell als „internationales Online-Training zur Erhöhung der globalen Cyber-Resilienz“ beschrieben und involvierte viele der weltweit größten Tech-Unternehmen und internationalen Behörden, von IBM bis INTERPOL. Es gab auch viele überraschende Teilnehmer bei der Veranstaltung, von denen einige traditionell als Gegner westlicher imperialer Interessen angesehen werden.

Zum Beispiel war die Person, die ausgewählt wurde, um das Cyber Polygon Event zu eröffnen, der Premierminister der Russischen Föderation, Mikhail Mishustin, und der Hauptveranstalter, BI.ZONE, war eine Tochtergesellschaft der von der russischen Regierung kontrollierten Sberbank. Dies deutet darauf hin, dass das überstrapazierte „russische Hacker“-Narrativ sich dem Ende zuneigt oder bald gegen einen anderen Buhmann ausgetauscht wird, der angesichts der aktuellen politischen Realitäten besser geeignet ist.

Neben Mishustin nahmen auch WEF-Exekutivdirektor Klaus Schwab und der ehemalige britische Premierminister Tony Blair an der Veranstaltung Cyber Polygon 2020 teil, die jährlich wiederholt werden soll und viele Ähnlichkeiten mit dem Event 201 von 2019 aufweist.

Anstatt sich auf eine mögliche medizinische Pandemie vorzubereiten, konzentrierte sich Cyber Polygon 2020 auf die Vorbereitung einer “ Cyberpandemie“, von der Mainstream-Medien wie der New Yorker behaupten, sie sei „bereits im Gange“. In Anbetracht der jüngsten Simulationen des WEF scheinen mächtige Milliardäre und Banker bereit zu sein, sowohl physische als auch digitale Pandemien zu nutzen, um unsere Gesellschaften nach ihrem eigenen Entwurf und zu ihrem eigenen Vorteil zu reformieren.

Vom „Event 201“ zum „Cyber-Polygon“: Die WEF-Simulation einer kommenden „Cyber-Pandemie“

Letztes Jahr hat sich das Weltwirtschaftsforum mit der russischen Regierung und globalen Banken zusammengetan, um eine hochkarätige Cyberattacken-Simulation durchzuführen, die auf die Finanzindustrie abzielte – ein tatsächliches Ereignis, das den Weg für einen „Reset“ der Weltwirtschaft ebnen würde.

Die Simulation mit dem Namen Cyber Polygon war möglicherweise mehr als eine typische Planungsübung und weist Ähnlichkeiten mit der vom WEF gesponserten Pandemie-Simulation Event 201 auf, die kurz vor der COVID-19-Krise stattfand.



Die Architekten von Cyber Polygon

Nach Angaben der russischen Cybersecurity-Firma BI.ZONE nahmen 120 Organisationen aus 29 Ländern an den beiden Szenarien teil, die bei Cyber Polygon 2020 simuliert wurden, wobei angeblich fünf Millionen Menschen in über 57 Ländern den Livestream verfolgten.

Wie viele Veranstaltungen im Jahr 2020 wurden auch die Cyber Polygon-Simulationen aufgrund der COVID-19-Beschränkungen online durchgeführt. Zusammen mit dem World Economic Forum leitet BI.ZONE, eine Tochtergesellschaft der Sberbank, das Cyber Polygon Projekt. Der größte Anteilseigner der Sberbank ist seit letztem Jahr die russische Regierung, weshalb sie von englischsprachigen Medien oft als staatlich kontrollierte Bank bezeichnet wird.

Die Veranstaltung 2020 wurde mit einer Ansprache des russischen Premierministers Mischustin eröffnet, der schon vor seinem Eintritt in die Politik westliche Tech-Unternehmen umworben hat.

1989 schloss Mischustin sein Studium an der Moskauer Staatlichen Technologischen Universität mit einem Abschluss in Systemtechnik ab. In den 1990er Jahren arbeitete er beim International Computer Club, einer gemeinnützigen Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, „westliche fortschrittliche Informationstechnologien“ nach Russland zu holen. Zwischen 1996 und 1998 war Mishustin Vorstandsvorsitzender des ICC, das Unternehmen wurde jedoch 2016 aufgelöst.

Zwischen 2010 und 2020 diente er als Leiter des Föderalen Steuerdienstes der Russischen Föderation. Obwohl er nie zuvor politische Ambitionen gezeigt hatte, wurde er am 16. Januar 2020 durch einen Erlass von Präsident Putin zum Premierminister der Russischen Föderation ernannt.

Während Mischustins Begrüßungsrede auf dem Cyber Polygon 2020 des WEF warnte der russische Premierminister vor der Notwendigkeit, eine öffentliche Politik zu schaffen, um „die digitale Sicherheit kritischer Aktivitäten zu stärken, ohne die Vorteile der digitalen Transformation in kritischen Sektoren zu untergraben, die die Nutzung und Offenheit digitaler Technologie unnötig einschränken würde.“ Die Erklärung legt nahe, dass „unnötige Einschränkungen“ mit der Zeit als notwendig angesehen werden könnten.

Mischustin erklärt weiter, dass Russlands wirtschaftlicher Aufschwung nach dem COVID auf der „zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft und der Regierung“ basieren wird und fügt hinzu, dass „wir die Anzahl der verfügbaren digitalen öffentlichen Dienstleistungen drastisch erhöhen und grundlegend neue Unterstützungsmaßnahmen für digitale Unternehmen einführen werden.“

Er erklärte auch, dass „Russland ein gemeinsames nationales System zur Identifizierung und Verhinderung von Cyberangriffen entwickelt hat, in das die Informationssysteme der Regierungsbehörden eingebunden sind.“ Er sprach vor dem Cyber Polygon-Publikum auch darüber, dass die internationale Gemeinschaft zusammenkommen muss, um eine „globale Cyberbetrugs-Pandemie“ zu verhindern.


Die Sberbank, das größte russische Bankinstitut und ehemalige sowjetische Sparmonopol, das ursprünglich von Nikolaus I. gegründet wurde, war neben dem Weltwirtschaftsforum offizieller Gastgeber der Cyber Polygon 2020 Veranstaltung.

Wie der Economist im Januar 2021 berichtete, hat der russische Bankenriese damit begonnen, sein Geschäft neu zu gestalten, um zu einem Giganten der Verbrauchertechnologie zu werden. Die Sberbank hat rund 2 Milliarden Dollar für Technologie und Akquisitionen ausgegeben, darunter die vollständige Übernahme des Internet-Medienkonzerns Rambler im Jahr 2020.

Erst am 30. Dezember 2020 erwarb die Sberbank Doma.ai, das sich selbst als „eine bequeme Immobilienverwaltungsplattform“ beschreibt. Am 15. Juni 2020 kaufte die Sberbank 2GIS, ein Karten-, Navigations- und Branchenverzeichnis mit über 42 Millionen monatlich aktiven Nutzern.

Zu den zweiundzwanzig Investitionen der Sberbank, elf davon als Hauptinvestor, gehören einige der meistgenutzten Dienste in Russland, und es ist ihre klare Absicht, ein digitaler One-Stop-Shop für alle Dienstleistungen zu werden. Die Bank wurde auch Eigentümerin eines der größten Rechenzentren in Europa, als im November 2011 das Rechenzentrum South Port eröffnet wurde, das die bestehenden sechsunddreißig regionalen Rechenzentren ablöste.

Die Sberbank wird im März dieses Jahres als erste Bank der Welt ihre eigene Kryptowährung Sbercoin und ein digitales Finanz-„Ökosystem“ einführen. Sie kündigte den kommenden Sbercoin, einen „Stablecoin“, der an den russischen Rubel gebunden ist, nur wenige Wochen nach der Cyber Polygon 2020 Übung an.

Die Allianz der Sberbank mit dem WEF und ihre Prominenz bei Cyber Polygon 2020 wurde bei der Veranstaltung während der Begrüßungsrede von Klaus Schwab hervorgehoben. Schwab bedankte sich besonders bei Herman Gref, Mitglied des Kuratoriums des Weltwirtschaftsforums und Vorstandsvorsitzender der Sberbank, und sprach gleichzeitig die folgende düstere Warnung aus:

„Wir alle kennen das Schreckensszenario eines umfassenden Cyberangriffs, der die Stromversorgung, den Transport, die Krankenhausversorgung, unsere Gesellschaft als Ganzes zum Erliegen bringen würde, aber wir schenken ihm noch zu wenig Beachtung.

„Die COVID-19-Krise wäre in dieser Hinsicht als eine kleine Störung im Vergleich zu einem großen Cyberangriff zu sehen. Wir müssen uns in einer solchen Situation fragen, wie wir so etwas zulassen konnten, obwohl wir alle Informationen über die Möglichkeit und Schwere eines Risikoangriffs hatten. Cyberkriminalität und globale Zusammenarbeit sollten ganz oben auf der globalen Agenda stehen.“

Ähnliche Warnungen waren bei einer Simulation für 2019 zu hören, die ebenfalls vom Weltwirtschaftsforum mitgesponsert wurde, Event 201. Event 201, das nur wenige Monate vor der COVID-19-Krise eine globale Pandemie simulierte, warnte in seiner offiziellen Dokumentation vorausschauend:

„Die nächste schwere Pandemie wird nicht nur große Krankheiten und Verluste an Menschenleben verursachen, sondern könnte auch große kaskadenartige wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen auslösen, die stark zu den globalen Auswirkungen und dem Leid beitragen könnten.“

Im Gegensatz zu ähnlichen Simulationen, die in der Vergangenheit durchgeführt wurden, setzte sich Event 201 für einen „Public-Private-Partnership“-Ansatz zur Bekämpfung von Pandemien ein, mit dem Fokus auf der Einbindung „des privaten Sektors in die Epidemie- und Ausbruchsvorbereitung auf nationaler oder regionaler Ebene“.

Das WEF ist unter anderem ein großer Befürworter der Verschmelzung von öffentlichem und privatem Sektor auf globaler Ebene und bezeichnet sich selbst als „internationale Organisation für privat-öffentliche Zusammenarbeit“. Es ist daher nicht überraschend, dass ihre neueste Katastrophensimulation, die sich auf Cyberangriffe konzentriert, genau diese Agenda fördert.






Die Redner bei Cyber Polygon 2020

Neben Schwab und Mishustin nahmen zwanzig weitere Referenten am Cyber Polygon 2020 teil, darunter einige große Namen aus der politischen Elite. Zunächst diskutierte Herman Gref mit dem ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair, der sich seit Jahrzehnten für digitale Identitätssysteme einsetzt.

Blair sagte dem CEO der Sberbank ohne Umschweife, dass biometrische digitale Identitätssysteme „zwangsläufig“ die Werkzeuge sein werden, die die meisten Regierungen einsetzen werden, um mit zukünftigen Pandemien umzugehen. Blair, der mit Gref über die Coronavirus-Pandemie diskutierte, sprach sich für die härtesten Abriegelungsmaßnahmen aus und sagte, die einzige Alternative zu biometrischen digitalen Identitäten sei es, „die Wirtschaft abzuriegeln“.

Als nächstes diskutierte Sebastian Tolstoy, Ericssons Generaldirektor für Osteuropa, Zentralasien und Russland und derzeitiger Vorsitzender der Tolstoy Family Foundation in Schweden, mit Alexey Kornya.

Kornya ist Präsident, CEO und Vorsitzender der Geschäftsführung von Mobile TeleSystems. Zuvor arbeitete er für PricewaterhouseCoopers und AIG-Brunswick Capital Management bei North-West Telecom. Tolstoy und Kornya präsentierten auf der Cyber Polygon 2020 ein Segment mit dem Titel „Building a Secure Interconnected World: What Is the Role of the Telecom Sector?“, in dem sie die Bedeutung der digitalen Kommunikation und Konnektivität für unsere moderne Lebensweise diskutierten.

Im nächsten Segment sprach Nik Gowing, BBC World News-Moderator zwischen 1996 und 2014 und Gründer und Direktor von Thinking the Unthinkable, mit Vladimir Pozner, Journalist und Rundfunksprecher, über das Thema „Fake News“ in einem Gespräch, das in seinen Argumenten und seinem Ansatz tatsächlich etwas erfrischend war.

Stéphane Duguin, der CEO des CyberPeace Institute, einer in Genf ansässigen Firma, die sich selbst als „Bürger, die Frieden und Gerechtigkeit im Cyberspace suchen“ beschreibt, hielt anschließend einen Vortrag vor den Millionen von Zuschauern, die die Simulation verfolgten.

Das CyberPeace Institute, das unter anderem von Microsoft, Facebook, Mastercard und der Hewlett Foundation finanziert wird, behauptet, seinen Kunden dabei zu helfen, „die digitale Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeit zu erhöhen, auf Cyberangriffe zu reagieren und sich von ihnen zu erholen“. Die Hauptunterstützer des CyberPeace Institute gehören auch zu den Top-Unterstützern der Global Cyber Alliance, die den öffentlichen Sektor der USA, Großbritanniens und Frankreichs mit multinationalen Unternehmen und geheimdienstlichen Cybersecurity-Firmen vereint und „einen koordinierten Ansatz und eine nicht-traditionelle Zusammenarbeit“ anwendet, um „Cyber-Risiken zu reduzieren.“

Duguin, der auch im Beirat des Global Forum on Cyber Expertise sitzt, hat kürzlich die Initiative Cyber4Healthcare ins Leben gerufen, einen „kostenlosen“ Cybersecurity-Service für Gesundheitsdienstleister, die gegen die Pandemie COVID-19 kämpfen.

Die Cyber4Healthcare-Initiative umfasst als Hauptpartner BI.ZONE sowie Microsoft und die Global Cyber Alliance. Dies ist ein weiterer verdächtiger, mit Microsoft verbundener, kostenloser Cybersicherheitsdienst, der derzeit Gesundheitsdienstleistern auf der ganzen Welt angeboten und von ihnen angenommen wird. Dies geschieht zu einer Zeit, in der die Warnungen vor einem kommenden Cyberangriff auf die Gesundheitssysteme weltweit immer öffentlicher werden.

Dhanya Thakkar, Senior Vice President AMEA bei Trend Micro, der sich selbst online als Top ASEAN LinkedIn „Cybersecurity Influencer“ bewirbt, und Wendi Whitmore, Vice President IBM X-Force Threat Intelligence, diskutierten als nächstes das Thema “ Kenne deinen Feind: Wie verändert die Krise die Cybersicherheitslandschaft?“ Die Anwesenheit von IBM ist aufgrund der langjährigen Beziehung des Unternehmens zur CIA bemerkenswert, die bis in den frühen Kalten Krieg zurückreicht.

Das Unternehmen ist so fest verwurzelt, dass die CIA kürzlich ihren Chief Information Officer direkt von IBM Federal rekrutierte. Bevor er zu IBM kam, war Whitmore in leitenden Positionen bei den kalifornischen Cybersicherheitsunternehmen CrowdStrike und Mandiant tätig, wobei letzteres von FireEye in einem Aktien- und Bargeld-Deal im Wert von über 1 Milliarde Dollar übernommen wurde. Whitmore war für den Bereich „Professional Services“ verantwortlich.


Bemerkenswert ist, dass sowohl CrowdStrike als auch Mandiant/FireEye die wichtigsten Organisationen sind, die die Ermittlungen zum jüngsten SolarWinds-Hack leiten, den der US-Geheimdienst einem „russischen Hacker“ zuschreibt, ohne Beweise zu liefern. Whitmore begann ihre Karriere als Spezialagentin, die beim Air Force Office of Special Investigations Untersuchungen zu Computerkriminalität durchführte.

Jacqueline Kernot, die australische „Partnerin für Cybersicherheit“ bei Ernst and Young, und Hector Rodriguez, Senior Vice President und Regional Risk Officer bei Visa, diskutierten anschließend, wie man sich auf Cyberattacken vorbereiten kann. Kernot arbeitete über fünfundzwanzig Jahre lang als Militäroffizier für das Australian Intelligence Corps und verbrachte zwei Jahre bei IBMs Defence/ Space/ Intelligence für Tivoli Software in Großbritannien mit „internationaler Verantwortung innerhalb des britischen Verteidigungsministeriums, der Defence Primes und der NATO.“

Ernst and Young und Visa sind neben anderen WEF-verbundenen Unternehmen wie Salesforce im exklusiven Rat für inklusiven Kapitalismus des Vatikans gut vertreten. Der Rat, wie auch das WEF, fordert den Umbau des Wirtschaftssystems, um „nachhaltiger“, „inklusiver“ und „dynamischer“ zu sein, indem „die Macht des privaten Sektors genutzt wird.“

Troels Ørting Jørgensen , Vorsitzender des Beirats des Zentrums für Cybersicherheit des Weltwirtschaftsforums, und Jürgen Stock, der dänische Generalsekretär von INTERPOL, sprachen ebenfalls gemeinsam bei Cyber Polygon über die Veränderungen der globalen Cyberkriminalität im Laufe des vergangenen Jahres.

Einige Monate nach seinem Auftritt bei Cyber Polygon gab die dänische Finanzaufsichtsbehörde in einer offiziellen Erklärung bekannt, dass „Troels Ørting das Wirtschaftsministerium darüber informiert hat, dass er aus dem Vorstand der dänischen Finanzaufsichtsbehörde ausscheidet.“

Unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtete der dänische Finanznachrichtendienst FinansWatch, dass Ørting in der Zeit zwischen 2015 und 2018, als er als Sicherheitschef bei der Barclays Bank beschäftigt war, eine Schlüsselfigur bei der Jagd nach einem Whistleblower war, der die gleichen kriminellen Aktivitäten aufgedeckt hatte, gegen die Ørting bei Cyber Polygon wetterte.

Der Mann, der neben Ørting spricht, Jürgen Stock, ist ein ehemaliger deutscher Polizeibeamter, Kriminologe und Rechtsanwalt. Er wurde 2019 für eine zweite Amtszeit als Generalsekretär von INTERPOL gewählt, eine Amtszeit, die normalerweise fünf Jahre dauert. Craig Jones, der Direktor für Cyberkriminalität bei INTERPOL, nahm ebenfalls an der Diskussion bei Cyber Polygon 2020 teil.

Der Neuseeländer war siebenundzwanzig Jahre lang in der Strafverfolgung tätig und gilt als Experte für Ermittlungen im Bereich Cyberkriminalität. Zuvor hatte er mehrere leitende Positionen in der britischen Strafverfolgung inne, zuletzt bei der National Crime Agency.

Petr Gorodov und John Crain wurden auf der Cyber Polygon 2020 Veranstaltung kurz interviewt. Gorodov ist Leiter der Generaldirektion für internationale Beziehungen und Rechtshilfe der Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation und sitzt auch in der Kommission für die Kontrolle der Akten von INTERPOL.

Er ist Mitglied der Requests Chamber von INTERPOL, die Anträge auf Datenzugang sowie Anträge auf Korrektur und/oder Löschung von Daten, die im INTERPOL-Informationssystem verarbeitet werden, prüft und entscheidet. John Crain ist Chief Security, Stability and Resiliency Officer bei ICANN, der gemeinnützigen Gesellschaft für Internetsicherheit.

Er ist derzeit für die Verwaltung des L-Root-Servers verantwortlich, einem der dreizehn Root-Server des Internets, was seine Teilnahme an der Simulation besonders bemerkenswert macht. Bei Cyber Polygon 2020 warb er für eine „langfristige Lösung der Zusammenarbeit in der Cybersicherheits-Community“.

Das letzte Wort bei Cyber Polygon 2020 hatte Stanislav Kuznetsov, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sberbank. Er ist auch Vorstandsmitglied der Sberbank-Wohltätigkeitsstiftung „Contribution to the Future“, einem Projekt, das russische Schüler von der siebten bis zur elften Klasse für KI (künstliche Intelligenz), maschinelles Lernen und Datenanalyse begeistern und ihnen helfen soll, Mathematik- und Programmierkenntnisse zu entwickeln. Kuznetsov studierte am Juristischen Institut des Innenministeriums der Russischen Föderation.

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Und sollte ich vergessen haben, jemanden zu beschimpfen, dann bitte ich um Verzeihung!
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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Worte
BeitragVerfasst: Di 10. Mai 2022, 14:37 
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Die Abschaffung der Seele ...

... beschreibt es im Artikel von "multipolar" ziemlich treffend, in welchem das Weltwirtschaftsforum und sein Vorsitzender Klaus Schwab in ihren Publikationen in verblüffender Offenheit darlegen, dass sie in die Natur des Menschen und seine Beziehungen zu anderen mit allen ihnen zu Gebote stehenden technischen Mitteln einzugreifen gedenken. Menschen, Tiere und Pflanzen sollen völlig neu entworfen werden. Die Natur des Menschen steht zur Disposition.

... und weiter im Artikel...

Als eine der einflussreichsten Institutionen der westlichen Welt (1) setzt das WEF seine Pläne seit 2020 mit überwältigender Geschwindigkeit in die Tat um, Arbeitstitel: The Great Reset, Einfallstor: die Pandemie. (2) Es ist schon oft darauf hingewiesen worden, dass das Weltwirtschaftsforum mit seinem Transhumanismus totalitäre Ziele verfolgt. Trotzdem scheint eine Mehrheit nach wie vor darauf zu vertrauen, dass die globalen Wirtschaftseliten im Großen und Ganzen zum Wohl der Menschheit handeln. Das ist ein Irrtum – und zwar unabhängig davon, ob diese Eliten selbst davon überzeugt sind, Gutes zu tun oder nicht.

Ein modischer Begriff wie „Transhumanismus“ kann einen ziemlich unberührt lassen, wenn man sich nicht ohne Scheu vor Augen führt, was er bedeutet. Irreführenderweise suggeriert er, dass das damit bezeichnete Vorhaben noch irgendetwas mit ‚human‘, Humanität oder Humanismus zu tun hat; das hat es nicht. Zutreffender wäre es, von Antihumanismus zu sprechen – denn das transhumanistische Anliegen läuft darauf hinaus, alle Lebendigkeit überhaupt abzuschaffen. Dieses Projekt ist in seiner Vermessenheit ganz sicher zum Scheitern verurteilt. Aber es könnte lebenden Müll, Elend und großes Leid verursachen.

Deshalb soll im Folgenden deutlich gemacht werden, dass und warum die Pläne des WEF zutiefst totalitär sind. Als Hauptauskunft dient Klaus Schwabs Buch „Die vierte industrielle Revolution“, weil diese Publikation des WEF dessen Pläne besonders unverblümt beschreibt und, obwohl bereits 2016 erschienen, nach wie vor mit den Äußerungen des überaus einflussreichen Davoser Forums übereinstimmt. (3) Als Hintergrund und Maßstab dieser Einschätzung dient Hannah Arendts berühmtes Werk „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“. (4)

https://multipolar-magazin.de/artikel/d ... -der-seele (Lesezeit 15 - 20 Minuten).
siehe unten

Michel Onfray (Theorie der Diktatur) oder beispielweise A.Lobaczewski (Politische Ponerologie vermitteln sehr gute Eindrücke darüber, welche Beweggründe die (boshafte) Politik zwecks Umsetzung einer inhumanen Agenda besitzt.

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass der 3. WK den wir aktuell erleben, nichts anderes als eine riesige Ablenkung (blutig) vom eigentlichen Thema ist, der Vernichtung eines sehr großen Teiles der Menschheit. Nichts spricht für ein Versagen der Politik, alles hingegen für eine willentliche Zerstörung von Wirtschaft, Nahrung, Lebensgrundlage und schlussendlichen Massentötung (Verelendung) für den Neustart.

Die weitere Beschäftigung mit einem (bestimmten) Virus halte ich für ein intellektuelles Armutszeugnis und ich kann nur jedem empfehlen die Gratisanmeldung im WEF-Forum vorzunehmen und zu verstehen, was diese Menschen planen, offen aussprechen und gerade erfolgreich durchführen.


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Die Abschaffung der Seele
Das Weltwirtschaftsforum und sein Vorsitzender Klaus Schwab legen in ihren Publikationen in verblüffender Offenheit dar, dass sie in die Natur des Menschen und seine Beziehungen zu anderen mit allen ihnen zu Gebote stehenden technischen Mitteln einzugreifen gedenken. Menschen, Tiere und Pflanzen sollen völlig neu entworfen werden. Die Natur des Menschen steht zur Disposition.

JULIA WEISS, 10. Mai 2022, 0 Kommentare, PDF
„Das eigentliche Ziel totalitärer Ideologie ist nicht die Umformung der äußeren Bedingungen menschlicher Existenz und nicht die revolutionäre Neuordnung der gesellschaftlichen Ordnung, sondern die Transformation der menschlichen Natur selbst, die, so wie sie ist, sich dauernd dem totalitären Prozess entgegenstellt. … Was in der totalen Herrschaft auf dem Spiele steht, ist wirklich das Wesen des Menschen.“ – Hannah Arendt, 1951

Als eine der einflussreichsten Institutionen der westlichen Welt (1) setzt das WEF seine Pläne seit 2020 mit überwältigender Geschwindigkeit in die Tat um, Arbeitstitel: The Great Reset, Einfallstor: die Pandemie. (2) Es ist schon oft darauf hingewiesen worden, dass das Weltwirtschaftsforum mit seinem Transhumanismus totalitäre Ziele verfolgt. Trotzdem scheint eine Mehrheit nach wie vor darauf zu vertrauen, dass die globalen Wirtschaftseliten im Großen und Ganzen zum Wohl der Menschheit handeln. Das ist ein Irrtum – und zwar unabhängig davon, ob diese Eliten selbst davon überzeugt sind, Gutes zu tun oder nicht.

Ein modischer Begriff wie „Transhumanismus“ kann einen ziemlich unberührt lassen, wenn man sich nicht ohne Scheu vor Augen führt, was er bedeutet. Irreführenderweise suggeriert er, dass das damit bezeichnete Vorhaben noch irgendetwas mit ‚human‘, Humanität oder Humanismus zu tun hat; das hat es nicht. Zutreffender wäre es, von Antihumanismus zu sprechen – denn das transhumanistische Anliegen läuft darauf hinaus, alle Lebendigkeit überhaupt abzuschaffen. Dieses Projekt ist in seiner Vermessenheit ganz sicher zum Scheitern verurteilt. Aber es könnte lebenden Müll, Elend und großes Leid verursachen.

Deshalb soll im Folgenden deutlich gemacht werden, dass und warum die Pläne des WEF zutiefst totalitär sind. Als Hauptauskunft dient Klaus Schwabs Buch „Die vierte industrielle Revolution“, weil diese Publikation des WEF dessen Pläne besonders unverblümt beschreibt und, obwohl bereits 2016 erschienen, nach wie vor mit den Äußerungen des überaus einflussreichen Davoser Forums übereinstimmt. (3) Als Hintergrund und Maßstab dieser Einschätzung dient Hannah Arendts berühmtes Werk „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“. (4)

Der totalitäre Machtanspruch: den Menschen von innen beherrschen
In ihrer Analyse der totalitären Systeme ihrer Zeit, des Stalinismus und des Nationalsozialismus, hat Hannah Arendt ein Streben nach Kontrolle entdeckt, das über die Machtambitionen von Diktatoren, Despoten und Tyrannen aller Art weit hinausgeht:

„Das eigentliche Ziel totalitärer Ideologie ist nicht die Umformung der äußeren Bedingungen menschlicher Existenz und nicht die revolutionäre Neuordnung der gesellschaftlichen Ordnung, sondern die Transformation der menschlichen Natur selbst, die, so wie sie ist, sich dauernd dem totalitären Prozess entgegenstellt. … Was in der totalen Herrschaft auf dem Spiele steht, ist wirklich das Wesen des Menschen.“ (5)

Was die totalitären Eliten miteinander verbindet, sei „... die Überzeugung von der Allmacht des Menschen. Dem moralischen Nihilismus des 'Alles ist erlaubt' haben sie durch den sehr viel radikaleren Nihilismus eines 'Alles ist möglich' erst seine wirkliche Grundlage gegeben … Ihnen genügt die Hybris, wirklich zu meinen, das alles gemacht werden kann, dass alles Gegebene nur ein zeitweiliges Hindernis ist, dass durch überlegene Organisation überkommen werden kann.“ (6)

Ersetzt man ‚überlegene Organisation‘ durch ‚überlegene Technik‘, beschreibt das ziemlich genau die Überzeugungen des Weltwirtschaftsforums.

Die Transformation der menschlichen Natur
Bereits im ersten Satz seines Buchs sagt Klaus Schwab, dass die von ihm so getaufte vierte industrielle Revolution „...nichts Geringeres als die Transformation der Menschheit mit sich bringt.“ (7) Die diese Revolution treibenden Technologien werden 
„... unsere menschliche Identität grundlegend verändern.“ (8) Sie werden verändern, „... was es bedeutet, ein Mensch zu sein.“ (9) Die vierte industrielle Revolution „...verändert, wer wir sind.“

Diese Vorstellungen sind in der Tat umstürzend: Mit ihrer Verwirklichung würde der Mensch – und auch andere Lebewesen – endgültig zum Objekt industrieller Produktion werden. Die Natur wäre in keiner Weise mehr etwas Gegebenes, das als solches ein Existenzrecht und eine Würde besitzt.

Biologische Organismen, die in der Natur nicht vorkommen
Synthetische Biologie und Neurotechnologie machen laut Schwab die tiefgreifenden Veränderungen der menschlichen Natur möglich. Die synthetische Biologie „... wird es uns ermöglichen, Organismen durch das Schreiben von DNA maßzuschneidern.“ (10) Das wiederum „... ermöglicht die Schaffung von genetisch veränderten Pflanzen oder Tieren sowie die Veränderung von Zellen erwachsener Organismen, einschließlich des Menschen.“ (11) Alle lebenden Organismen und alle noch nicht geborenen Organismen sind nunmehr Objekte der Gestaltung: “Wir sind mit neuen Fragen konfrontiert, was es bedeutet, ein Mensch zu sein, wenn es darum geht, die genetischen Codes zukünftiger Generationen zu verändern.“ (12)

Fortschritte in der Medizin, die dadurch möglich werden, finden zwar oft Erwähnung, aber es geht doch eindeutig ums ganze Genom: „... es ist jetzt viel einfacher, das menschliche Genom in lebensfähigen Embryonen präzise zu manipulieren ... wir werden in Zukunft wahrscheinlich Designer-Babys sehen...“ (13) Wikipedia verdeutlicht noch einmal, dass es in der synthetischen Biologie darum geht, „... biologische Systeme zu erzeugen, die in der Natur nicht vorkommen.“ Und man beachte: „Diese Systeme sind der Evolution unterworfen. (14) 
Das WEF begrüßt diese Aussichten nicht nur, es hält die Wissenschaft auch für fähig, sie jederzeit umzusetzen:

“Stellen Sie sich eine Welt vor, in der wir unsere Wunschkörper selbst gestalten können. In dieser Welt können wir auch die mit uns lebenden Pflanzen und Tiere entwerfen und wieder entwerfen. Wir können Organismen verändern und sie so formen, wie wir sie haben wollen. … Und das ist nicht die Welt von morgen. Man braucht dazu keine Phantasie. Das ist die Welt von heute.“ (15)

Der ganze Mensch wird zum Gegenstand technischer Gestaltung – und ebenso werden es seine Beziehungen zu anderen Menschen und Dingen.

Neurotechnologie: Gedankenkontrolle, Gefühlskontrolle, Beziehungskontrolle
Die Neurotechnologie „... umfasst alle Verfahren oder Geräte, bei denen die Elektronik eine Schnittstelle zum Nervensystem bildet, um die neuronale Aktivität zu überwachen oder zu regulieren.“(16) Die Möglichkeiten, das zu tun, sind derart vielfältig, so das Weltwirtschaftsforum, dass sie „den menschlichen Körper in eine neue Technologieplattform verwandeln.“ (17)

Dagegen hat des WEF nichts einzuwenden – wir treten damit „...in die Ära des ‚Internet der Körper‘ ein: Wir sammeln unsere physischen Daten über eine Reihe von Geräten, die implantiert, verschluckt oder getragen werden können. Das Ergebnis ist eine riesige Menge an gesundheitsbezogenen Daten, die das Wohlbefinden der Menschen auf der ganzen Welt verbessern ...“ (18) Aber nicht nur das: „Gleichzeitig können die Daten aus dem ‚Internet der Körper‘ genutzt werden, um Vorhersagen und Rückschlüsse zu treffen, die den Zugang einer Person oder Gruppe zu Ressourcen wie Gesundheitsversorgung, Versicherung und Beschäftigung beeinflussen können.“ (19)

Die Erfahrung, dass „beeinflussen“ auch „sperren“ bedeuten kann, haben viele Bürgerinnen und Bürger bereits gemacht: Ohne Impfpass gab es bei uns bis vor Kurzem zum Beispiel keinen Zugang zu öffentlichen Einrichtungen wie Bibliotheken,Theatern oder Schwimmbädern. Während der Trucker-Proteste in Kanada ließ Premierminister und „Young Global Leader“ des WEF Justin Trudeau (20) die Konten der 50.000 Trucker und ihrer Unterstützer kurzerhand sperren. Angesichts solcher Willkür-Eingriffe in die schlichtesten Rechte unliebsamer Bürger kann es nicht verwundern, dass viele darin eher eine Drohung sehen: „Wenn Dein Verhalten uns nicht gefällt, sperren wir deinen Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen“. Aber man muss ja nicht alles so negativ sehen, denn:

„Neurofeedback – die Möglichkeit, die Gehirnaktivität in Echtzeit zu überwachen – bietet zahllose Möglichkeiten, um Süchte zu bekämpfen, das Essverhalten zu regulieren und die Leistungen vom Sport bis zum Unterricht zu verbessern.“ (21)

Das klingt gut: keine Dicken mehr, keine Süchtigen und lauter gut überwachte Schulkinder, die nie mehr rumhampeln, vor Langweile einschlafen, geistesabwesend aus dem Fenster träumen oder Blödsinn machen. Keine Pippi Langstrumpf mehr, kein Tom Sawyer, keine Alice im Wunderland. Schüler wie der Lernverweigerer Winston Churchill oder Alexander von Humboldt, der als Kind ebenfalls eine geringe Auffassungsgabe gezeigt haben soll, würden von den Gehirnprogrammierern des WEF zu unauffälligen, gut angepassten Schülern gemacht (wenn wir mal annehmen, dass die Neurotechnik tatsächlich funktioniert). Es würde einem solchen Überwachungssystem der vom „richtigen“ Lernverhalten abweichende Schüler oder Student zwangsläufig für falsch befunden werden und das Lehr- und Lernsystem für richtig.

Überhaupt: Nicht die Arbeitswelt, nicht die Schulen, nicht unsere Lebensbedingungen brauchen eine Generalüberholung, sondern wir: „Stellen Sie sich die vielfältigen Möglichkeiten vor, wie wir die Art und Weise, wie wir lernen, arbeiten und leben, zum Besseren verändern könnten...“. (22) Und ganz aktuell, um alle eventuellen Widerstände aus dem Weg zu räumen: „Stellen Sie sich vor, wie wir dazu beitragen könnten, all unsere Gehirne und Köpfe besser für die vierte industrielle Revolution zu rüsten.“ (23)

Idealerweise werden wir also zunächst mittels Neurotechnik positiv eingestimmt auf die vierte industrielle Revolution, und dann erfahren wir am ehemals eigenen Leibe beziehungsweise der ehemals eigenen Seele, was es heißt, von Ferne kontrolliert und – nach wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen, versteht sich – verhaltensoptimiert zu werden. Dabei ist es folgerichtig ganz unerheblich, was wir selber wollen, denken oder fühlen:

„Unsere Geräte werden immer mehr zu einem Teil unseres persönlichen Ökosystems, sie hören uns zu, nehmen unsere Bedürfnisse vorweg und helfen uns bei Bedarf – auch wenn wir sie nicht darum gebeten haben.“ (24)

Psychotische Menschen hören oft Stimmen, die ihnen sagen, was zu tun ist – ob sich diese unerbetenen Einmischungen ähnlich anfühlen würden? Als etwas, das in mir ist und doch nicht ich? Jedenfalls ist das „Internet of Bodies“ sichtlich auch ein „Internet of Souls“ beziehungsweise ein „Internet of Minds“. Wie könnte es auch anders sein? Nichts bleibt in diesem System dem Zufall überlassen, nichts bleibt unkontrolliert: Alle Menschen werden zu gut funktionierenden Teilen eines gut funktionierenden Systems, das von gut funktionierenden Regelungstechnikern und ihren Regeln gesteuert wird. Es bleibt die Frage: Welchen Zweck verfolgt die große Kontrollmaschine aus lebenden Teilen eigentlich? Eins ist klar: Sie soll die Menschheit vernünftiger machen. Aber ist die reine Rationalität tatsächlich die Ultima Ratio des Lebens?

Die Vernichtung des menschlichen Wesens bei Hannah Arendt
Spontaneität und die Freude daran, etwas um seiner selbst willen zu tun, sind neben dem Bindungsbedürfnis für Hannah Arendt elementare Züge des menschlichen Wesens. (25) Spontan ist zum Beispiel die Freude am Spiel, am Singen, am Dösen, am Zusammensein mit anderen Menschen, spontan sind Zu- und Abneigungen, spontan ist der Drang zu lachen, zu weinen, zu wüten, zu flüchten, Probleme zu lösen – spontan sind alle freien Selbstäußerungen schlechthin. Letzten Endes sind alle Gefühle spontan.

In der Spontaneität manifestiert sich unvermeidlich die Individualität, in ihr zeigt sich „...die Fähigkeit des Menschen, von sich aus etwas Neues zu beginnen, das aus Reaktionen zur Umwelt und Geschehnissen nicht erklärbar ist.“ (26) Deshalb ist Spontaneität „in ihrer Unberechenbarkeit das größte Hemmnis der totalen Herrschaft über den Menschen“:

„Menschen, sofern sie mehr sind als reaktionsbegabte Erfüllungen von Funktionen ..., sind für totalitäre Regime schlechterdings überflüssig. ...Totale Macht ist zu leisten und zu gewährleisten nur, wenn es auf nichts anderes mehr ankommt als auf absolut kontrollierbare Reaktionsbereitschaft, auf restlos aller Spontaneität beraubte Marionetten.“ (27)

Nicht zuletzt sind alle Beschäftigungen, denen Menschen um ihrer selbst willen nachgehen, ohne höheren Zweck als der Freude an ihnen, unter totalitären Ambitionen nicht zu dulden. Spiel und Kunst beispielsweise können nicht geduldet werden, denn in ihnen ist „... der Mensch völlig von einer Sache absorbiert und gerade darum nicht vollkommen beherrschbar.“ (28) Der spielende Mensch – in Arendts Beispiel der Schachspieler – ist überdies „... mit seinen Mitmenschen immer noch durch das Brett verbunden, das die Gegner voneinander trennt und gleichzeitig miteinander verbindet, weil es ein Stück einer ihnen gemeinsamen Welt ist. Nur wo diese gemeinsame Welt völlig zerstört und eine in sich völlig unzusammenhängende Gesellschaftsmasse entstanden ist, … kann die totale Herrschaft ihre volle Macht ausüben, sich ungehindert durchsetzen.“ (29)

Aber auch wer weder spielt noch Kunst herstellt, wer beispielsweise nur irgendwo herumsitzt und mit einer Nachbarin plaudert, ist unter totaler Herrschaft nicht zu gebrauchen: „Was suspekt ist, ist Freundschaft und jegliche andere menschliche Bindung überhaupt.“ (30)

Die Zerstörung aller menschlichen Bindungen
Offensichtlich sind Menschen umso beherrschbarer, je weniger eingebunden sie in soziale Beziehungen sind. „Allein machen sie dich ein“ (31) lautete der Titel eines Songs von Ton Steine Scherben in den 70er Jahren – eine Neuformulierung von „Gemeinsamkeit macht stark“. Dass totalitäre Eliten daher politische Gruppen wie Klassen, Gewerkschaften, Verbände oder Religionsgemeinschaften entmachten müssen, die ihre Interessen gegenüber anderen Gruppen und dem Staat gemeinsam vertreten, liegt auf der Hand. Ihr Anspruch geht aber weiter: Sie wollen alle gesellschaftlichen Strukturen zerstören, auch die privaten.

Die „Atomisierung der Gesellschaft“ im Sinne der Zerstörung aller sozialen Beziehungen ist deshalb in Hannah Arendts Analyse auch ein zentraler Begriff: Es ist für sie eine der wichtigsten Bedingungen totaler Herrschaft. Das Ergebnis ist das, was sie „Massengesellschaft“ (32) nennt: Statt einer Gesellschaft, die aus zahlreichen großen und kleine Beziehungsstrukturen aller Art besteht und aus ihnen ihre Stabilität und Widerstandskraft bezieht, entsteht durch deren Zerstörung eine Art gesellschaftlicher Brei, der der Tendenz nach nur noch aus einsamen, isolierten Individuen besteht.

Solche Bedingungen einer in diesem Sinne stark beschädigten Gesellschaft, in der sich neue Strukturen erst wieder bilden müssten, fanden die Nationalsozialisten nach dem 1. Weltkrieg vor. Stalin dagegen hatte laut Arendt eine ziemlich gut strukturierte Gesellschaft vor sich, deren gesellschaftliche Gruppen er erst noch zerstören musste. Er begann mit der blutigen Liquidierung der Klassen – der der Bauern, der Arbeiterschaft, des Mittelstandes, der Verwaltung. Die Zerstörung der privaten Beziehungen gelang ihm aber erst durch das System der „guilt by association“ in den Säuberungsprozessen. In diesem System der Verbindungsschuld mussten sich alle, die mit dem Angeklagten Kontakt hatten, „... über Nacht in seine erbittertsten und gefährlichsten Feinde verwandeln, weil sie nur dadurch, dass sie ihn denunzieren, ... sich ihrer eigenen Haut wehren können.“ (33) Die Sowjetbürger lernten, dass „nichts so gefährlich war, wie überhaupt Freunde zu haben.“ (34) So entstand ein Zustand, in dem jeder „in absoluter Hilflosigkeit und Verlassenheit von höheren Mächten abhing, die jederzeit über ihn befinden konnten.“ (35)

Dasselbe Resultat versuchten die Nationalsozialisten in den Konzentrationslagern zu erreichen. In ihnen sah Arendt „die konsequenteste Institution totaler Herrschaft“ (36): Laboratorien, in denen man experimentell festzustellen versuchte, „ob der fundamentale Anspruch totalitärer Systeme, dass Menschen total beherrschbar sind, zutreffend ist“: (37)

„Die Lager dienten nicht nur der Ausrottung von Menschen und der Erniedrigung von Individuen, sondern auch dem ungeheuerlichen Experiment, unter wissenschaftlich exakten Bedingungen Spontaneität als menschliche Verhaltensweise abzuschaffen und Menschen in ein Ding zu verwandeln, das unter gleichen Bedingungen sich immer gleich verhalten wird ...“ (38)

Nicht Bestrafung, nicht Ausbeutung, nicht Interesse oder Zweckmäßigkeit könnten das Geschehen in den Lagern erklären, sondern allein das Ziel, Menschen zu „identischen Reaktionsbündeln“ zu machen, zu vollkommen beherrschbaren Marionetten. Dazu diente die vollkommene Entrechtung mit dem Eintritt ins Lager, die Vernichtung der menschlichen Würde durch körperliche Erniedrigung, die Zerstörung der Persönlichkeit durch Misshandlung – aber nicht zuletzt auch die Zerstörung jeder Zwischenmenschlichkeit beziehungsweise, wie Arendt sagt: die Zerstörung der moralischen Person. Dies geschah untere anderem, indem man Opfer zu Tätern machte: Mütter wurden gezwungen zu entscheiden, welches ihrer Kinder erschossen werden sollte; Mithäftlinge wurden zu Lagerverwaltern gemacht, die dann Mithäftlinge schikanieren und hungern lassen oder zwischen zwei Todesurteilen entscheiden mussten.

Schmerzfreier Totalitarismus?
Die totalitären Eliten des 20. Jahrhunderts mussten ungeheuerlichen, mörderischen Aufwand betreiben, um ihren Opfern so viel menschliche Natur, das heißt so viel Spontaneität wie möglich zu nehmen. Inzwischen haben sich die technischen Möglichkeiten, in das menschliche Erbgut einzugreifen und auf diese Weise den Menschen von innen zu beherrschen, dramatisch weiterentwickelt.

Da dies nun so leicht zu machen scheint, erscheint es auch als unspektakulärer Vorgang: Du lässt Dir einen kleinen Piks verpassen, ein kleines Tattoo, ein kleines Implantat unter die Haut injizieren – na und? Du wirst vernünftiger, ruhiger, intelligenter, du musst nicht mehr alles selbst entscheiden.

Solange wir aber noch an die Würde des Menschen und seine grundsätzliche Willensfreiheit glauben, wäre jeder neuronale oder gentechnische Eingriff als Akt der Gewalt zu sehen, sofern dem nicht eine umfassende Aufklärung vorausgegangen ist und ein Einverständnis erteilt wurde, das in absoluter Freiheit zustande gekommen ist (39) – wie bei jedem Medikament und jedem Eingriff.

Es dürfte aber bekannt sein, dass bei den Massenimpfungen mit mRNA-Partikeln, die überdies ein gentechnischer Eingriff sind, in den meisten Fällen von einer umfassenden Aufklärung keine Rede sein kann – allein deshalb nicht, weil ihre Wirkungen im menschlichen Körper nach den geltenden Maßstäben der Impfstoffzulassung bei weitem nicht ausreichend lange erforscht worden sind; deshalb gibt es ja bis heute auch nur Notzulassungen. Auch hat die Regierung kürzlich eine Verordnung erlassen, die zahlreiche Schutzparagraphen des Arzneimittelgesetzes speziell für Covid19-Impfstoffe außer Kraft setzt; zum Beispiel können Corona-Impfstoffe ohne Zulassung in Verkehr gebracht werden; für Stammzellenpräparate (!) werden die besonders hohen Zulassungsschwellen gesenkt; es muss keine Packungsbeilage für Patienten geben und keine Fachinformation für Ärzte. Weniger Aufklärung heißt also die Marschrichtung des Gesetzgebers, Verdunkelung könnte man es auch nennen. (40)

Nicht gerade vertrauenerweckend sind auch die umfangreichen Forschungen, die das US- Verteidigungsministerium in den Bereichen synthetische Biologie und Neurotechnologie betreibt. Besonders viele Mittel für bio- und neurotechnische Experimente steht zum Beispiel seiner Forschungsabteilung DARPA zur Verfügung. (41) Woran DARPA arbeitet, hat die US-Journalistin Whitney Webb minutiös recherchiert: Dort untersucht man unter anderem, wie man durch Gehirn-Implantate, genetische Modifikation und biologische Programmierung Supersoldaten schaffen kann, die keinen Schlaf oder keine regelmäßigen Mahlzeiten mehr brauchen. Auch strebt DARPA im Rahmen ihres Bio-Design-Programms die Herstellung von synthetischen Organismen an (nicht Roboter, lebende Organismen), die unsterblich sind, aber mit einem „Kill Switch“ programmiert werden, mit dem man sie jederzeit „abschalten“ kann. (42)

DARPA hat nebenbei bemerkt auch die mRNA-Forschung von Moderna seit 2013 mit 25 Millionen Dollar großzügig unterstützt. (43) Und schon 2014 erforschte sie, angespornt durch Obamas „Brain Initiative“, die möglichen Funktionen von Graphen im Gehirn. Auch hier ging beziehungsweise geht es nicht nur um Verstehen der Vorgänge im Zentralnervensystem, sondern um deren Steuerung von außen: „Diese Technologie bietet die Möglichkeit, neuronale Funktionen zu regulieren, indem programmierte Strom- oder Lichtimpulse zur vorübergehenden Aktivierung von Neuronen eingesetzt werden.“ (44) Whitney Webb kommt zu diesem Schluss:

„...Die transhumanistische Vision der DARPA für das Militär und die Menschheit stellt eine beispiellose Bedrohung dar, nicht nur für die menschliche Freiheit, sondern eine existenzielle Bedrohung für die menschliche Existenz und die Bausteine der Biologie selbst.“

Keine Angst vor dem Weltwirtschaftsforum!
Interessanterweise werden die totalitären Gefahren der neuen Bio- und Neuro-Technologien in Davos selbst in aller Deutlichkeit benannt. Der Bestseller-Historiker und WEF-Berater Yuval Harari scheute sich nicht, vor versammeltem WEF-Publikum zu sagen, dass die Macht und die Gefährlichkeit, die diese Wissenschaften heute verleihen, selbst die der Gestapo und des KGB weit in den Schatten stellen. (45)

Diese Macht ist laut Harari allerdings nicht per se schlecht. Sie könnte aber in die falschen Hände fallen: „... wenn diese Macht in die Hände eines Stalin des 21. Jahrhunderts fällt, wird das Ergebnis das schlimmste totalitäre Regime der Menschheitsgeschichte sein.“ Glücklicherweise gibt es eine geographische Verteilung von Gut und Böse – das Böse entspringt wie so oft östlich von uns, in Asien: „Stellen Sie sich Nordkorea in zwanzig Jahren vor, wenn jeder ein biometrisches Armband tragen muss, das vierundzwanzig Stunden am Tag den Blutdruck, die Herzfrequenz und die Gehirnaktivität überwacht. Man hört im Radio eine Rede des großen Führers und weiß, was man tatsächlich fühlt. Sie können in die Hände klatschen und lächeln, aber wenn Sie wütend sind, wissen sie, dass Sie morgen im Gulag sitzen werden.“

In einem kleinen Schweizer Dorf mitten in Europa dagegen werden gutmeinende Menschen zu Opfern: „Und wenn wir die Entstehung solcher totalen Überwachungsregime zulassen, glauben Sie nicht, dass die Reichen und Mächtigen an Orten wie Davos sicher sein werden, fragen Sie nur Jeff Bezos.“

Das Weltwirtschaftsforum als Opfer, ein kleiner asiatischer Staat als Täter – deshalb, so schließt Harari, muss die alleinige Verfügung über die neuen Techniken bei einer einzigen global zuständigen Institution liegen – dem Weltwirtschaftsforum. Denn das will uns ausschließlich gesünder und glücklicher machen. Aber selbst wenn das zuträfe – wäre das Ergebnis dann nicht totalitär?

Die Eliten als Vollstrecker von Evolution und Geschichte
Totalitäre Führer, sagt Hannah Arendt, rechtfertigen ihre Ziele und Taten stets damit, dass sie lediglich Vollstrecker natürlicher beziehungsweise geschichtlicher Gesetzmäßigkeiten seien, die ohnehin geschehen werden: Stalin sah sich als Vollstrecker der unabänderlichen Gesetze der Geschichte und des Klassenkampfs; in deren Namen ließ er ganze Klassen „absterben“, die von der Geschichte ohnehin dazu vorgesehen wären. Die Nationalsozialisten beriefen sich auf Darwins „Survival of the fittest“: Bringt man die minderwertigen Völker und Rassen um, vollstrecke man ja nur den Willen der Natur, in der allein die Stärksten ein Überlebensrecht haben. (46)

Es fällt auf, dass die totalitären Eliten des 20. Jahrhunderts sich berufen fühlten, die Gesetzmäßigkeiten der Natur und der Geschichte zu beschleunigen. Diese Gesetzmäßigkeiten werden, so Schwab, „auf der Stelle vollstreckt, ohne den langsameren und unsichereren Vernichtungsprozess von Natur oder der Geschichte selbst abzuwarten.“ (47) Demnach würde die Natur also ihre eigenen Gesetze nur mit einer gewissen Lahmheit und Holprigkeit zu vollziehen wissen; menschliche Nachhilfe verhelfe ihr zu mehr Rationalität, Tempo und Effizienz.

Technische Entwicklung als höhere Gesetzmäßigkeit
Bei Klaus Schwab und dem WEF lassen sich ähnliche Tendenzen beobachten: Die Eliten erscheinen auch bei ihnen lediglich als umsichtige Wegbereiter, als Hebammen bei der turbulenten Geburt der vierten industriellen Revolution. Die aber wird uns im Kern nur als die neueste Folge eines selbsttätigen, technik-geschichtlichen Prozesses präsentiert, der über die Menschheit kommt, ob sie es will oder nicht:

„Die großen technologischen Innovationen stehen kurz davor, die Welt grundlegend zu verändern – und zwar unvermeidlich. (48) … wir sind noch nicht darauf vorbereitet, uns mit den Realitäten und Konsequenzen der neuesten Gentechniken auseinanderzusetzen, obwohl sie kommen werden.“ (49)

Die nötige Erhabenheit über menschliches Wollen erhält die vierte industrielle Revolution durch ihre Einbettung in eine vermeintliche Technikgeschichte, die vor 10.000 Jahren mit der Agrarrevolution begann, in einer Reihe industrieller Revolutionen ihre Fortsetzung fand und heute in die radikalen Umwälzungen der vierten mündet. Die Revolution mag holprig vonstatten gehen, so Schwab, weil sie Widerstände erzeugt – wie etwa Aufstände infolge von Massenarbeitslosigkeit – , weil es ethische Bedenken gibt, weil Wissenschaftler zu konservativ und Regierungen zu unfähig zur Umsetzung sind. Aber das alles erscheint am Ende nur als zu beseitigendes Geröll am Rande des mitreißenden Stroms neuer Techniken, dem wir uns nicht entziehen können.

Darwin drückt auf die Löhne
Neben der Umgestaltung der menschlichen Natur, die bei Klaus Schwab durchweg als Gewinn für jeden einzelnen erscheint, stellen sich durch die vierte industrielle Revolution noch ein paar für die Bevölkerung unangenehme Nebeneffekte ein: Als unvermeidlich stellt Schwab unter anderem den Jobverlust fast der Hälfte der arbeitenden (US-)Bevölkerung dar (50), unvermeidlich sei der damit verbundene „bedeutende Niedergang des Lohnanteils am Bruttosozialprodukt“ (51), also weiter wachsende Ungleichheit, und unvermeidlich sei die Prekarisierung der Arbeit durch einen Arbeitsmarkt, auf dem es nur noch „jobs on demand“ geben werde – was für Schwab die erfreuliche Folge hat, dass Arbeitgeber sich nicht mehr mit Angestellten und Regulierungen herumärgern müssen (52). Wer nicht mitmacht, wird aus der Kurve fliegen, die die technische Entwicklung vorzeichnet; sie übt einen ständigen „darwinistischen Druck“ aus (53).

Hier und da wird zwar erwähnt, dass „die Technologie keine exogene Kraft (sei), über die wir keine Kontrolle haben“ (54), aber zur Disposition steht für Schwab doch nur, wie sie uns mittels „multistakeholder cooperation“ erzählt wird, um uns zum Mitmachen zu bewegen – nicht, ob wir sie sie mit ihren erklärtermaßen üblen ökonomischen Folgen für die Mehrheit überhaupt wollen. Es geht ihm allein darum, „..positive, gemeinsame und hoffnungsvolle Narrative zu schaffen, die es Einzelpersonen und Gruppen aus allen Teilen der Welt ermöglichen, an den laufenden Veränderungen teilzuhaben und von ihnen zu profitieren“. (55)

Die Stakeholder, das fadenscheinige Surrogat für demokratische Prozesse (56), sind dazu ausersehen, uns mittels hoffnungsvoller Erzählungen positiv auf unser Schicksal als arbeitslose, verarmte, gentechnisch manipulierte Wesen einzustimmen. Mit anderen Worten: Es wird weh tun, aber verpackt in eine hübsche Erzählung fühlt es sich gar nicht mehr so schlimm an.

Tatsächlich ist dieser Prozess keineswegs seiner Natur nach unvermeidlich: Die Pandemie dient(e) dem Weltwirtschaftsforum erklärtermaßen als „narrow window of opportunity“, um diese Prozesse der „Disruption“ und des radikalen Neubeginns nicht nur zu beschleunigen, sondern mit großem Aufwand an struktureller und physischer Gewalt gegen störrische Gruppen durchzusetzen: Ausnahmegesetze wurden erlassen, die lokale Wirtschaft durch Lockdowns geschädigt, mit Distanzregeln und Sündenbock-Hetze menschliche Beziehungen untergraben, mit Diffamierungen, Zensur und sozialem Ausschluss Andersdenkender wurde der vorhandene Widerstand massiv bekämpft, mit vielfältigen Methoden der Angsterzeugung und mit schlichter Erpressung werden Milliarden Menschen dazu genötigt, gentechnische Eingriffe in ihren Körper zu dulden. Ein Kollateralgewinn der Pandemie waren auch die spektakulären Vermögenszuwächse der ohnehin Superreichen. (57) Auch hier also wird dem geschichtlich angeblich unvermeidlichen Prozess, dem „darwinistischen Druck“ schon mal ordentlich auf die Sprünge geholfen.

Das Ende von vier Milliarden Jahren natürlicher Evolution
Der erwähnte Yuval Harari hilft dabei mit – er macht zwar auf die Gefahren aufmerksam, aber auch darauf, dass es mit uns Menschen und dem Leben, wie wir es kennen, leider ein Ende haben wird:

„Dies wird die größte Revolution in der Biologie seit Beginn des Lebens vor vier Milliarden Jahren sein. Die Wissenschaft ersetzt Evolution durch natürliche Auslese durch Evolution mittels intelligenten Designs. … Die ganze Idee, dass Menschen diese Seele oder diesen Geist haben und dass sie einen freien Willen haben, und niemand weiß, was in mir vorgeht – was ich wähle, ob bei der Wahl oder im Supermarkt, das ist vorbei!“ (58)

Vier Milliarden Jahre Geschichte natürlicher Evolution gehen hier und heute zu Ende – denn der Mensch habe nun „gottgleiche Fähigkeiten“. Deutlicher kann man die „Überzeugung von der Allmacht des Menschen“ nicht ausdrücken.

Nein, neue Techniken fallen nicht vom Himmel, und deshalb kann man sie auch zur Hölle schicken. Alle Techniken sind von Menschen erdacht und können von ihnen auch überdacht werden, und es kann im Prinzip politisch in ihre Entwicklung eingegriffen werden – so wie ja unsere Politiker und Weltwirtschaftsweisen auch ständig politisch eingreifen, um bestimmte Techniken zu ignorieren und andere zu fördern und sie für ihre Zwecke zu nutzen.

Wollen wir ernstlich Techniken auf uns – genauer: in uns – angewendet wissen, die nicht nur die Hälfte von uns arbeitslos und überflüssig machen, sondern mit denen erklärtermaßen unser eigenes Wesen vollkommen umgestaltet, also abgeschafft werden soll? Was haben wir davon, komplett kontrollierte Teile einer komplett kontrollierten Welt zu werden? Wer sind wir noch, wenn andere ständig in uns herumregieren? Was soll „ich“ dann eigentlich noch bedeuten?

Spontaneität, Gefühle und die Freude am Leben
Es ist das Bestreben der industriellen Produktion, alle ablaufenden Prozesse möglichst kontrollierbar zu machen. Alles Naturwüchsige, Wilde, Verspielte, Zufällige, alles Individuelle und Spontane ist verschwenderisch und ineffizient, stört und verzögert den Ablauf, beeinträchtigt die Konkurrenzfähigkeit, verringert den Profit. Diese für unsere Produktionsweise charakteristische Haltung hat in den Tierfabriken längst auf Lebewesen übergegriffen. Taylorismus und Fordismus waren bereits bestrebt, den „Produktionsfaktor“ Mensch, die „human resources“, im Produktionsprozess so kontrollierbar wie möglich zu machen. Und Sklaverei und Menschenhandel standen an der Wiege des Kapitalismus. Es ist nur ein weiterer Schritt in der Logik dieses Systems, den Menschen selbst und alles andere nützlich erscheinende Leben gezielt produzieren zu wollen, jetzt, wo man glaubt, den Stoff, aus dem alles Lebendige ist, zu beherrschen wie nie zuvor. Der geistige Horizont des betriebswirtschaftlichen Denkens soll nun das Schicksal der Menschheit und des Lebens auf diesem Planeten bestimmen.

Das Ergebnis dieses Strebens, das Hannah Arendt als den Kern des Totalitären erkannt hat, sind „wandelnde Leichname“, wie sie sagt; mit der totalen Kontrolle verschwindet zwangsläufig auch jede Lebendigkeit. Das, was im kapitalistischen Produktionsprozess nur stört, ist aber gerade das, was uns zu unseren größten Freuden und stärksten Gefühlen im Leben verhilft: nämlich das, was wir nicht kennen, nicht erwarten, vorher nie gehört, gesehen, gedacht oder gefühlt haben. (59)

Warum sind wir neugierig, warum wissensdurstig? Warum lachen wir über einen Witz, warum erfreut uns ein plötzlicher Einfall? Warum tanzen Menschen gern? Ist Tanzen effizient oder nützlich? Warum mögen wir Musik und Spiele, warum Geschichten über fremde Menschen und fremde Welten? Warum haben wir so viel Freude an Farben und Formen? Warum mögen wir einige Menschen lieber als andere und am liebsten unsere Kinder?

All das sind Dinge, die wir nicht berechnen können, die „einen neuen Anfang machen“, wie Hannah Arendt immer wieder sagt, die rein gar nichts mit gutem Funktionieren zu tun haben. Im Gegenteil: Wir freuen uns so an ihnen, weil sie für uns keinen Zweck und keinen ökonomischen Sinn haben. Nur mit freier Zeit, freier Bewegung, freiem Spiel, freiem Denken und Fühlen sind wir lebendige Menschen.


Über die Autorin: Julia Weiss, Jahrgang 1949, aufgewachsen in Westberlin,
studierte in der späten 68er Zeit zunächst Bildende Kunst,
dann Ökonomie und arbeitete als Werbetexterin.



:Zorn Wollen wir uns wirklich von so einer häßlichen alten Kröte die Seele rauben lassen?
Irlmaier hat ja angekündigt, daß jeder der ein Amt inne hatte, aufgeknüpft wird..vielleicht sollten wir das nicht vergessen und dieses erledigen während der Wirren des Krieges... ansonsten machen sie lustig hinterher weiter und nochmal zuschauen , wie wir das bis jetzt getan haben, das geht nicht mehr gut aus ..auch diejenigen die groß tönen, sie wären die Aufgewachten, tun nichts...man hätte schon 2015 beginnen müssen dieses Gesindel weg zu räumen, aber man hat gewartet und gewartet..solange bis diese ganzen schwarzen Schergen alle da waren, bis das Land geschwächt war durch eine Horde hoch gewaltbereiter Illegaler und einem nicht vorhandenen Virus.
WIR sind schuld, wir haben es gesagt und immer wieder aufgezeigt... alles was passiert, sind Spaziergänge... der Rest spielt sich im Internet ab und währen ddessen machen die lustig weiter...sie haben zwar Angst vor uns aber wir anscheinend noch mehr vor ihnen..gehts noch? Wir sind doch um einiges mehr :Zorn

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Und sollte ich vergessen haben, jemanden zu beschimpfen, dann bitte ich um Verzeihung!
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 Betreff des Beitrags: Re: Ohne Worte
BeitragVerfasst: Mi 11. Mai 2022, 09:23 
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Im Laufe der vergangenen hundert Jahre haben die Reichsten der Welt eine ungeheure wirtschaftliche und politische Macht aufgebaut. Diese machtbesessene Gruppe von Plutokraten ist auf dem besten Wege, die Welt hinter dem Vorhang von Pandemiebekämpfungen in einen internationalen Totalitarismus zu verwandeln. Die Demokratie-Versuche vieler Staaten sind in weiten Teilen jetzt schon ausgehöhlt und sollen mit dem „Great Reset“ ganz abgeschafft werden. Wolfgang Effenberger zeigt in einem Gastbeitrag diese besorgniserregende Entwicklung auf, die nur aufgehalten werden kann, wenn die medial auf das Virus gebannte Bevölkerung endlich aufwacht. (hl)

Die plutokratische Transformation (1913 – 2030)
von Gastautor Wolfgang Effenberger
Für den Historiker David Engels steht die europäische Demokratie unwiderruflich am Abgrund, Europa führt nach seiner Einschätzung einen schweren Kampf um die Aufrechterhaltung seines ureigenen Wesens, das von innen durch Universalisten oder Fundamentalisten und von außen durch außereuropäische Weltmächte bedroht ist. Er vergleicht verschiedene Aspekte der jetzigen EU mit Niedergangs-Symptomen der Römischen Republik und findet beklemmende Analogien: Der Untergang vor über 1500 Jahren wurde begleitet von Werteverlust, Dauerkrise, Reformstau und steigenden Kosten durch eine ausufernde Bürokratie. Zugleich entwickelte sich das Römische Reich zu einem autoritären Imperium.[1]

Der Macht des Geldes ausgeliefert

Seit Bestehen der USA lehnten durchweg alle Präsidenten vor 1913 eine Zentralbank strikt ab. Das änderte sich erst mit der Wahl von 1912. Theodore Roosevelt, auf den Nominierungsparteitag dem amtierenden Präsidenten Taft unterlegen, gründete damals flugs eine dritte Partei, die „Bull Moose Third Party“. Davon profitierte dann Woodrow Wilson, der als lachender Dritter mit nur 42% der Stimmen Präsident wurde. Zum ersten Mal zog kein Jurist und kein General in das Weiße Haus, sondern ein Universitätsprofessor.

Obwohl die allgemeine Stimmung dagegen war, den Banken die Kontrolle über die Währung zu überlassen, versuchte Wilson nun das „Federal Reserve Banking System“ als progressive Maßnahme hinzustellen. Weitgehend unbemerkt von der amerikanischen Öffentlichkeit passierte dann am 23. Dezember 1913 der „Federal Reserve Act“ den Kongress und wurde noch am gleichen Tag von Wilson unterschrieben. Damit verzichtete der Kongress auf die Macht, Geld zu drucken, und übertrug diese Aufgabe internationalen Bankiers, die für dieses Gesetz reichlich Lobbyisten-Gelder hatten fließen lassen.

Zu den leidenschaftlichen Gegnern des Gesetzes zählte der Kongressabgeordnete Charles Lindbergh(sen.). Er warnte davor, dass durch dieses Gesetz der größte Trust auf Erden etabliert würde und dadurch Exekutive und Legislative der USA der Macht des Geldes ausgeliefert wären.
Der Kongressabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Banken und Währung in den Jahren 1920-1931, Louis T. McFadden, sah im Nachhinein die Befürchtungen Lindberghs bei weitem übertroffen:[2] Ein Super-Staat wird durch miteinander agierende internationale Bankiers und Industrielle kontrolliert und die Welt zu deren eigenem Vergnügen versklavt.
Spätestens seit der Bankenkrise von 2008 erscheint die „Finanzwirtschaft“ als ein von Notenbanken und Politik koordiniertes elitäres Geldbeschaffungssystem. Gigantische Verluste krimineller Spekulationen wurden von steuerfinanzierten „Rettungsschirmen“ aufgefangen.

Aus dem Nichts geschaffenes Geld ohne reale Deckung, das sog. „Fiat-Money“, dient dazu, den Reichtum einiger Weniger noch weiter zu vermehren. Im Zentrum agiert die US-Zentralbank. Dieses Geldsystem ermöglicht es, fast jede Regierung und Institution auf dem Planeten zu korrumpieren bzw. in die gewünschte politische Richtung zu „dirigieren“. Nach vielen Jahren immer größerer Schuldenexpansion steht die Weltwirtschaft am Rande des Zusammenbruchs, die Gesundheitskrise dient nun als Vorwand, um die Geldschöpfung noch weiter zu steigern.

2020: Mit Schrecken und Furcht in den „Great Reset“?

Mit dem Auftauchen des neuartigen Covid-Virus Ende 2019 wurden weltweit Maßnahmen ergriffen, die sich außer den Akteuren – hier sei u.a. an das Planspiel 201 erinnert[3] – niemand vorher auch nur im Ansatz hatte vorstellen können. Neben dem globalen Aufbau von autokratischen Strukturen wurde in einem ungeheuren Ausmaß Geld geschöpft und damit die Schuldenblase monströs ausgeweitet – bei steigendem Aktienmarkt (!). Die Zeitlinie dieser Entwicklung geht über die Ereignisse von 9/11, welche den NWO-Akteuren die einmalige Gelegenheit boten, die Verfassung mit ihren vorformulierten „Patriot Acts“ auszuweiten, und die beiden Weltkriege, von denen vor allem amerikanische Banker und Rüstungsindustrielle profitierten, bis zur Gründung der Federal Reserve im Jahr 1913 zurück.

Deren Netzwerke schöpften nicht nur über viele Jahre den Reichtum aus der Gesellschaft ab; sie konnten in Zusammenarbeit mit großen internationalen Institutionen wie Weltbank, Internationaler Währungsfonds, Welthandels- und Weltgesundheitsorganisation und Vereinte Nationen sowie mit nationalen Zentralbanken und großen Finanzinstitutionen, militärisch-industriellem Komplex und Big Pharma alle Mainstream-Medien und fast alle Länder samt ihren Politikern kontrollieren. Dieser Hintergrund mag erklären, warum die Pandemie es möglich macht, dass bis auf wenige Ausnahmen global alle im Gleichschritt marschieren.

Vor angstschürenden Bildern mit nach Luft schnappenden Patienten und aufgestapelten Särgen kündigte der Gründer des „World Economic Forum“ (WEF), Klaus Schwab, im Juni 2020 für den Januar 2021 einen „einzigartigen Zwillingsgipfel“ zur globalen Gesundheitskrise in Davos unter dem janusköpfigen Motto „The Great Reset“ an. Diesen „großen Neustart“ definierte der Bilderberger Schwab als „Verpflichtung, gemeinsam und dringend die Grundlagen unseres Wirtschafts- und Sozialsystems für eine gerechtere, nachhaltigere und widerstandsfähigere Zukunft zu schaffen“.[4]
Im Sinn der 2015 beschlossenen UN-Agenda 2030 soll ein ganz spezifischer Umbau – mehr Gerechtigkeit, mehr Nachhaltigkeit – vorangetrieben werden. Ziel ist eine „nachhaltige Welt“ mit gleichen Einkommen, mit einer Gleichstellung der Geschlechter und mit für alle verfügbaren Impfstoffen dank der Weltgesundheitsorganisation und CEPI[5].

Bei der Präsentation des „Großen Neustarts“ arbeitete Schwab geschickt mit der Angst um den Planeten und rückte den Klimawandel und die grüne Agenda in den Mittelpunkt: „Wir haben nur einen Planeten und wir wissen, dass der Klimawandel die nächste große Katastrophe sein könnte, mit noch dramatischeren Folgen für die Menschheit.“[6]
Um zu unterstreichen, wie grün und nachhaltig seine Ziele sind, ließ das WEF den englischen Thronfolger Prinz Charles auftreten, der mit Blick auf die globale Covid-19-Katastrophe sagte: „Wenn wir eine einzelne zentrale Lektion aus dieser Krise mitnehmen, dann die, dass wir die Natur in den Mittelpunkt unseres Tuns stellen müssen. Wir dürfen schlichtweg keine Zeit mehr verlieren.“[7]

Mit dieser Inszenierung suggerierte Schwab, dass strikte Corona-Einschränkungen für den Kampf gegen den Klimawandel genutzt werden können. (Inzwischen wird bereits ein regelmäßiger Lockdown im Sinne des Klimas gefordert.) Weiter schwebt dem WEF-Chef vor, dass die enormen
Konjunkturprogramme, welche die EU, die USA, China und andere Länder gerade verabschiedet haben, für den Aufbau einer neuen Wirtschaft genutzt werden, die „widerstandsfähiger, gerechter und auf lange Sicht nachhaltiger ist“.

Diese hehren Ziele sollen von einer Finanz- und Wirtschaftselite umgesetzt werden, die den heutigen Zustand zu verantworten hat? Einer Elite, die sich nun auf einmal Sorgen um das Weltklima macht und im Privatjet anreist? 2019 jedenfalls sollen nach den Analysen des Unternehmens „Air Charter Service“ rund 1500 private Flieger rund um den Gipfel gelandet sein.[8]

Umbau der Welt

Die Corona-Krise ermöglicht mittels eines sog. „Resets“ den Umbau der Welt in eine digitale Diktatur.
Das „World Economic Forum“ hat im Oktober 2020 ein Weißbuch[9] herausgegeben: „Neuausrichtung der Agenda für die Zukunft der Arbeit: Disruption und Erneuerung in einer Post-COVID-Welt“.
Für dieses Papier haben sich mehr als 200 hochrangige Führungskräfte globaler Arbeitgeber, Bildungstechnologie-Anbieter, Akademiker und Regierungsvertreter aus neun Branchen zusammengesetzt, „um eine relevantere und integrativere „neue“ Zukunft der Arbeit nach der Pandemie zu schaffen“.[10]

Dieses Papier liest sich – wie alle Weißbücher – sehr positiv und lässt wenig Kritik zu. Doch sollten die Absichten rund um das WEF nicht unterschätzt werden:
Schon 2016 hatte das WEF in einem Werbevideo 8 Vorhersagen für die Welt im Jahr 2030 zusammengefasst: [11]

Die Menschen sind besitzlos. Güter sind kostenlos oder werden vom Staat geliehen.
Die USA werden als führende Supermacht abgelöst – eine Handvoll Länder wird dominieren.
Organe werden nicht transplantiert, sondern gedruckt.
Der Fleischkonsum wird minimiert werden.
Massive Vertreibung von Menschen wird stattfinden mit Milliarden von Flüchtlingen.
Zur Begrenzung des CO2-Ausstoßes wird global ein exorbitanter Preis festgelegt.
Die Menschen können sich darauf vorbereiten, zum Mars zu fliegen…
Das westliche Wertesystem wird bis zum Zerreißen belastet…[12]
Damals brachte Papst Franziskus in seiner Ansprache auf dem „Fortune-Time Global Forum“ ähnliche Gedanken zum Ausdruck: „Wir brauchen jetzt keinen abstrakten neuen Gesellschaftsvertrag, sondern konkrete Ideen und entschlossenes Handeln, das allen Menschen zugutekommt und eine Antwort auf die drängenden Fragen unserer Zeit gibt.“[13]

Antwort auf die drängenden Fragen finden sich beim WEF und beim „Council for Inclusive Capitalism“ (Rat für inklusiven Kapitalismus), einer gemeinnützigen Organisation zur Förderung eines „humanen“ Kapitalismus. Auf seiner Website verweist dieser Rat stolz darauf, dass er 10,5 Billionen Dollar an Vermögen verwaltet, 2,1 Billionen in Marktkapitalisierung hält und 200 Millionen Arbeiter in 163 Ländern vertritt. Gegründet wurde die Organisation von Lynn Forester De Rothschild, zugleich auch CEO. Hauptunterstützer sind die Ford Foundation und E.L. Rothschild. Am 8. 12. 2020 kündigte dieser Rat eine neue Partnerschaft zwischen dem Vatikan und Wirtschaftsführern aus aller Welt an.[14]
Was für eine merkwürdige Allianz!

Für den deutsch-amerikanischen Autor und Wirtschaftsjournalisten William Engdahl handelt es sich bei dem „Rat“ „wohl um eine der zynischsten und mit Blick auf die Teilnehmer gefährlichsten Schwindeleien, seit der Weltwirtschaftsforum-Guru und Henry-Kissinger-Protegé Klaus Schwab den „Großen Neustart“ für die kapitalistische Weltordnung ausgerufen hat.“[15] Der „Neustart“ wird in eine Welt totaler Kontrolle und Unterordnung unter die Diktatur des digital-finanziellen Komplexes führen.

Am 29. Dezember 2020 verabschiedete der Vatikan ein 20-Punkte-Papier zu Corona-Impfungen und forderte katholische Institutionen auf, sich an der weltweiten Impfkampagne zu beteiligen. Dieses Papier liegt voll auf der Linie von Bill Gates. Impfmittel, die mit Hilfe abgetriebener Föten hergestellt werden, wurden ausdrücklich zugelassen. Impfgegner werden als unsozial kritisiert, da die verweigerte Immunisierung zum Risiko für andere werden könnte.[16]

Durch den Schulterschluss mit den weltweiten Bestrebungen der Macht- und Finanzelite begibt sich Papst Franziskus auf ein Terrain, das seinem offiziellen Auftrag und seinem Amt diametral entgegensteht. Von der Botschaft Jesu Christi, der sich nie auf die Seite der Mächtigen gestellt hat, dass Demut und Liebe der Kern des Glaubens seien und nicht der Kampf gegen vermeintliche Schädlinge, ist diese Haltung weit entfernt.

„Build back better“

Inzwischen wurde von Biden der Slogan „Build back better“ ausgegeben und gleich von Greta Thunberg, Gates, Clinton und Obama öffentlichkeitswirksam nachgeechot. Dabei haben Clinton und Biden 1999 die Ausplünderung der Erde mit der Aufhebung des Trennbankensystems erst möglich gemacht – die Folge war ein unkontrollierter Raubtier- und Spekulationskapitalismus, der in die Bankenkrise 2007/8 führte. Unter Obama/Biden wurden die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen. Im Gegenteil: Die Banken wurden mit gigantischen Hilfspaketen aus Steuergeldern gerettet.

Clinton ist auch verantwortlich für den völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien und Obama für die illegalen Kriege gegen Libyen und Syrien.
Wir brauchen keinen Rückbau durch Politiker, die diesen Planeten ruiniert haben, wir brauchen eine Zukunft, in der sich unser Planet von Krieg und Ausbeutung erholen kann!

Ausblick

Das Jahr 2020 könnte als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem eine kleine Wirtschafts- und Finanzelite mit der im Irakkrieg angewendeten US-Taktik der Schockwirkung („Shock and Awe“) den Gegner, also den Rest der Menschheit, nachhaltig verunsicherte, weitgehend willenlos machte und in Ketten legen konnte.[17] Kernziel der Vertreter einer NWO – Bilderberger, Club of Rome, CFR, Trilaterale Kommission und die diversen Foundations (Rockefeller, Ford, Bill & Melinda Gates, Clinton, Soros usw.) – dürfte die Zerstörung der bisherigen Gesellschaftsstrukturen sein. Wirtschaftlich geht es dabei um die Zerstörung von Eigenständigkeit und regionaler Versorgung, gesellschaftlich um das Aufweichen traditioneller und familiärer Bindungen sowie der Einbettung in Vereine und kulturelle Gemeinschaften.

Die Vision einer Welt von isolierten, bindungsarmen und finanziell wie psychisch abhängigen Einzelpersonen lässt Erinnerungen an die totalitären Systeme des 20. Jahrhunderts aufkommen. Die Menschen, die das „Dritte Reich“ oder die Diktaturen in Osteuropa erlebt haben, erkennen in den Demonstrationsverboten, Reisebeschränkungen, Zensur und Diffamierungen, die bis zum Existenzverlust gehen, durchaus Parallelen und äußern sich oft auch kritisch und besorgt. Der Großteil der im Wohlstand aufgewachsenen deutschen Bildungsbürger lässt sich dagegen durch immer mehr zu Propagandainstrumenten verkommene Medien und deren Frontorganisationen wie „Faktencheck“ oder „Correctiv“ manipulieren. Die Kollateralschäden der rigiden Corona-Maßnahmen werden ausgeblendet, die Fassade steht ja noch! Dabei gibt es schon Nachbarn, die kein Einkommen mehr haben oder keine Perspektive, Firmen, die insolvent sind und völlig isolierte alte Menschen.

Zur Transformation Europas gehört auch die gezielte Entwurzelung einerseits und die Überfremdung andererseits durch Migration. Einige alte weiße Multimilliardäre – die im Übrigen auch hinter Organisationen wie „Black Lives Matter“ stehen und sie finanzieren – wollen Gott spielen und mittels KI und Transhumanismus den Menschen mit der Maschine verschmelzen. Das bedeutet die totale Kontrolle. Der Weg dahin geht über soziale Distanz und menschliche Entfremdung hin zu einer Verschmelzung des westlichen Neoliberalismus mit der modernen Form des chinesischen Kommunismus. Die forcierte Impfung incl. Diffamierung der Kritiker und Deklassierung der Nichtgeimpften ist bereits ein Mittel dazu.
Bei den mRNA-Injektionen liegt der Verdacht nahe, dass die Impfaktion in eine genetische Manipulation münden könnte.

Fällt es den Menschen nicht auf, dass Informationen unterdrückt und sogar Wissenschaftler von internationalem Rang diffamiert werden, die Voraussetzungen für eine freie, demokratische Gesellschaft also nicht mehr gegeben sind?
Sogar der Publizist Heribert Prantl hofft, dass die Gesellschaft aufwacht. Er beobachtet mit Sorge, dass schon derjenige, der Grundrechte verteidigt, sich wappnen muss.

Schon der Schriftsteller und Politiker Ferdinand Lasalle (1825-1864) schrieb:
„Alle große politische Aktion besteht in dem Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und Bemänteln dessen, was ist.“[18]

Die Demokratie ist in weiten Teilen jetzt schon ausgehöhlt und soll mit dem Reset ganz abgeschafft werden. Eine machtbesessene Gruppe von Plutokraten steuert hinter dem Vorhang der Pandemiebekämpfung auf einen internationalen Totalitarismus zu – und das weitgehend unbemerkt von einer schlafenden und gebannt auf das Virus starrenden Öffentlichkeit.

https://fassadenkratzer.wordpress.com/2 ... itarismus/
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Wolfgang Effenberger, Jahrgang 1946, ehemaliger Offizier der Bundeswehr, setzt sich als Autor seit Jahrzehnten engagiert für den Frieden ein. Wichtige Bücher von ihm zum Thema: „Wiederkehr der Hasardeure“ (2014, Koautor Willy Wimmer) und „Schwarzbuch EU & NATO“ (2020).
Im April 2022 erschien von ihm das Buch „Die unterschätzte Macht: Von Geo- bis Biopolitik – Plutokraten transformieren die Welt“, von dem der obige Artikel gewissermaßen eine gedrängte Zusammenfassung ist

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Und sollte ich vergessen haben, jemanden zu beschimpfen, dann bitte ich um Verzeihung!
Johannes Brahms


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